Rotary Clubs in Braunschweig unterstützten regionale und internationale Projekte

Insgesamt stellten die knapp 300 Rotarierinnen und Rotarier aus eigenen Mitteln und durch eingeworbene Spenden rund 156.500 Euro bereit.

Eine Präsidentin und vier Präsidenten der Braunschweiger Rotary Clubs (v.l.): Daniel Keding (Richmond), Wolf Kleinschmit (Heinrich der Löwe), Alexandra Honcza (Hanse), Wolfgang Scheibel (Braunschweig), Christopher Bade (Oker).
Eine Präsidentin und vier Präsidenten der Braunschweiger Rotary Clubs (v.l.): Daniel Keding (Richmond), Wolf Kleinschmit (Heinrich der Löwe), Alexandra Honcza (Hanse), Wolfgang Scheibel (Braunschweig), Christopher Bade (Oker). | Foto: Marko Beens/Rotary Braunschweig

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Braunschweig. Die fünf Rotary Clubs in Braunschweig und ihre Jugendorganisation Rotaract Braunschweig-Wolfsburg haben Bilanz gezogen: Im rotarischen Jahr von Juli 2025 bis Juni 2026 unterstützten sie erneut zahlreiche soziale, kulturelle und gesellschaftlich relevante Projekte in der Region sowie weltweit. Insgesamt stellten die knapp 300 Rotarierinnen und Rotarier aus eigenen Mitteln und durch eingeworbene Spenden rund 156.500 Euro für bedürftige Menschen, insbesondere Kinder und Senioren, sowie verschiedene kulturelle Organisationen bereit.



Gemeinsam veranstalteten sie mit dem Jugend-Sinfonie-Orchester der Städtischen Musikschule ein Benefizkonzert in der St. Johanniskirche zugunsten der internationalen Maßnahme „End Polio Now“, mit der Rotary weltweit die Ausrottung der Kinderlähmung vorantreibt (5.000 Euro). Sie organisierten die Aktion „Kauf-eins-mehr“ zugunsten der Braunschweiger Tafel (7.500 Euro) und pflanzten mit 40 Mitgliedern 1.500 junge Bäume im Harz (2.500 Euro). Außerdem beteiligten sich alle am Senegal-Projekt des Clubs Heinrich der Löwe.

Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken


„Mit unserem Engagement übernehmen wir in erster Linie Verantwortung in der Region und möchten hier den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken“, betonten die Präsidentinnen und Präsidenten der Clubs übereinstimmend. Beim gemeinsamen Jahresabschluss berichteten Wolfgang Scheibel, Daniel Keding, Alexandra Honcza, Wolf Kleinschmit und Christopher Bade über die „Lieblingsaktionen“ in ihrer einjährigen Amtszeit.

RC Braunschweig: Der älteste Rotary Club der Stadt unterstützte unter anderem die Ausbildungsaktivitäten von „Seniors in School“ mit 6.000 Euro. Diese hilft Schülerinnen und Schülern an Grundschulen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Darüber hinaus stellte der Club in Kooperation mit Rotaract Mittel für die Aufstellung von Spielzeugkisten auf öffentlichen Spielplätzen in Braunschweig (10.000 Euro) und die „Plietsche Kinderküche“ in der Diesterwegschule bereit (12.000 Euro).

Der RC BS-Richmond förderte Kurse der Städtischen Musikschule, in denen jeweils 15 Kinder wöchentlich von Fachkräften unterrichtet werden. Unterstützung erhielt u.a. ein Theaterprojekt des Lindenblüten-Vereins für Kinder und Jugendliche, der Tagestreff „IGLU“ für obdachlose Menschen sowie die Initiative „Hey, Alter!“. Sie bereitet gebrauchte Computer auf und gibt diese kostenlos an Schülerinnen und Schüler ohne eigene digitale Ausstattung weiter.

Der RC BS-Hanse förderte gemeinsam mit dem Verein „Schätze heben – Werte leben“ ein Projekt an der Grundschule Adenbüttel. Hier lernen Kinder im Umgang mit Pferden Verantwortung, Vertrauen und soziale Kompetenz. Die Kinder- und Jugendhilfe St. Nikolaus erhielt außerdem Spielgeschirr für die Outdoor-Küche und zwei Fahrgeräte für den Außenbereich. Seit vielen Jahren verleiht der Club zudem den „Hanse-Förderpreis“, der mit insgesamt 25.000 Euro dotiert ist und an verschiedene kulturelle und soziale Organisationen verteilt wird.

Der RC BS-Heinrich der Löwe engagiert sich seit Jahren für das Projekt Diamani Kouta in Kafountine im Senegal. Im vergangenen Jahr wurden in Afrika mit 10.000 Euro unter anderem ein neues Schuldach und das Fundament einer Ausbildungsstätte für das Schneiderhandwerk und zur beruflichen Qualifizierung junger Menschen finanziert. Zudem unterstützte der Club einen arabisch-israelischen Kindergarten in Kiryat Tivon, der sich für das friedliche Zusammenleben von Juden und Arabern einsetzt mit 3.000 Euro. Auch die Braunschweiger Jugendberatung Mondo X erhielt 2.500 Euro für ihr Trainingsprogramm „Fit für Kontakte und Konflikte“. 

Der jüngste Rotary Club der Stadt, BS-Oker beteiligte sich an mehreren Projekten der Braunschweiger Rotary-Familie und engagierte sich für ein Vorleseprojekt zur Förderung der Lesekompetenz von Kindern.

Neue Präsidentinnen und Präsidenten im Amt


Zum 1. Juli sind neue Präsidentinnen und Präsidenten im Amt. Michael-Mark Theil (RC Braunschweig), Michael Schwarz (Richmond), Holger Kuhlmann (Hanse), Imke Mentzendorff (Heinrich der Löwe), Axel Klein (Oker) sowie Lisa-Marie Wünsch (Rotaract).
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Der Rotary Club


Rotary ist ein weltweites Netzwerk von rund 1,4 Millionen engagierten Persönlichkeiten in mehr als 200 Ländern und Regionen. Unter dem Motto „Service Above Self“ („Selbstloses Dienen“) setzen sich Rotarierinnen und Rotarier für soziale, humanitäre, kulturelle und Bildungsprojekte ein. Zu den bekanntesten Initiativen gehört „End Polio Now“. In Deutschland engagieren sich rund 58.000 Mitglieder in mehr als 1.000 Clubs für das Gemeinwohl vor Ort und weltweit.