Insolvente Wolters-Brauerei: Darum bleibt man im Rathaus gelassen

Die CDU fordert einen Runden Tisch für die Wolters-Rettung. Die Verwaltung sieht bereits eine Perspektive zur Fortführung.

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Symbolbild | Foto: Alexander Dontscheff

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Braunschweig. Braunschweig ohne Wolters? Das ist für einen Großteil der Löwenstadt-Bewohner kaum vorstellbar. Nun hat die Traditionsbrauerei von der Oker ein Insolvenzverfahren eingeläutet, um sich in Eigenregie zu sanieren. Befürchtungen machten die Runde: Steht das Brauhaus kurz vor dem Ende? Die CDU-Stadtratsfraktion will jedenfalls, wie regionalHeute.de berichtete, mit einem Eilantrag in der Ratssitzung am morgigen Dienstag einen Runden Tisch zur Wolters-Rettung ins Leben rufen.



Dieser "Task-Force" zur Rettung der Brauerei an der Wolfenbütteler Straße sollen die Wolters-Geschäftsführung, der Betriebsrat, Gastronomie-Vertreter, die Volksbank BraWo und die "Spitzen der großen Ratsfraktionen" angehören. Die Formulierung im letzten Punkt brachte dem Antrag hier und da jedenfalls schon Kritik von den "kleinen" Fraktionen ein. Ob der Vorstoß im Rat Erfolg haben wird, zeigt sich am Dienstag bei der Abstimmung.

Die Lage bei Wolters bewegt die Braunschweiger


Schon vorneweg hat jetzt aber die Verwaltung eine Stellungnahme zum Antrag abgegeben. Darin bekräftigt sie, dass Wolters ein "fester Bestandteil der Gastronomiekultur der Region" sei. "Die angekündigte Insolvenz ist nicht nur für die Beschäftigten eine schlechte Nachricht. Die schwierige Lage der Brauerei bewegt auch viele Braunschweigerinnen und Braunschweiger", bestätigt die Verwaltung in ihrer Stellungnahme.

Weiter heißt es dort: Im Rahmen der Insolvenz werde mit Anteilseignern und Gläubigern eine Lösung für die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens gesucht und vereinbart. "Die Verwaltung geht schon aufgrund der Entscheidung für das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung davon aus, dass das Hofbrauhaus Wolters entsprechende wirtschaftliche Substanz und damit eine Perspektive zur Fortführung hat", heißt es in der Stellungnahme.

Städtische Hilfen rechtlich eingegrenzt


Im Rathaus herrscht also durchaus Zuversicht, was die Wolters-Rettung angeht. An dem gesamten Sanierungsverfahren sei die Verwaltung "formal nicht beteiligt und hat insofern keinen unmittelbaren Einfluss." Das Beihilfe- und Wettbewerbsrecht setze zudem für ein städtisches Engagement bei wirtschaftlichen Schieflagen von Unternehmen generell enge Grenzen, betont die Verwaltung weiter.

Gleichwohl stehe die Stadt bereits mit der Geschäftsführung der Brauerei im Dialog. Für eine Ausweitung dieses Dialogs an einem Runden Tisch "mit Vertretern des Rates und regionalen Akteuren" sei die Stadt "selbstverständlich offen", heißt es weiter. Wo sich Möglichkeiten bieten, werde die Verwaltung entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten prüfen. Damit eine solche Runde besser helfen kann, seien das Ergebnis der Gespräche im Rahmen des Insolvenzverfahrens und die Vorlage der Strategie zur Fortführung oder des Sanierungsplans Voraussetzungen, betont die Stadt.

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