Magische Nordlichter: So stehen die Chancen auf das Himmelsphänomen

Bereits zu Beginn des Jahres wurde der Nachthimmel über der Region erleuchtet. Doch wie stehen die Chancen auf ein neues nächtliches Wunder derzeit?

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So faszinierend leuchtete der Nachthimmel im Januar über der Region.
So faszinierend leuchtete der Nachthimmel im Januar über der Region. | Foto: Anke Donner

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Region. Polarlichter faszinieren seit jeher die Menschen. Wenn die bunten Lichter über den nächtlichen Himmel tanzen, bietet sich ein einmaliger Anblick, den man nicht so schnell vergisst. Um das Naturschauspiel zu sehen, muss man längst nicht mehr in den hohen Norden reisen – auch in norddeutschen Gefilden kann man es mit ein bisschen Glück erleben. Wie die Chancen dafür derzeit stehen, weiß regionalHeute.de.



Erst im vergangenen Januar lohnte sich ein Blick in den nächtlichen Himmel. Dieser war in der Region in bunte Farben getaucht und trotz der winterlichen Temperaturen lockte er zahlreiche Menschen ins Freie. Nordlichter – auch Aurora borealis genannt – entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds auf das Magnetfeld der Erde treffen. Die Chancen auf das Phänomen steigen also bei starken geomagnetischen Sonnenstürmen. Diese Stürme können allerdings auch für große Probleme sorgen, wie es beispielsweise im Jahr 2024 der Fall war. Bei einem der stärksten Sonnenstürme der letzten 500 Jahre wurden damals europäische und amerikanische Stromnetze an ihre Grenzen gebracht und sogar Satelliten im niedrigen Erdorbit gerieten ins Trudeln.

Inspiration für Mythen und Legenden


Nordlichter inspirierten die Menschen aber auch schon immer zu Mythen und Legenden. Schon bei den antiken Römern und Griechen hatten sie einen besonderen Status – man glaubte, die Morgengöttin Aurora würde mit ihrem Wagen über den Himmel fahren, um den neuen Tag anzukündigen. Indigene Völker Nordamerikas sahen in ihnen die Geister der Toten, die so versuchten, mit ihren lebenden Liebsten zu kommunizieren. In Finnland ist die Aurora borealis unter dem Namen Revontulet bekannt, was wörtlich übersetzt "Feuerfuchs" bedeutet. Der Legende nach erzeugen Polarfüchse beim Rennen über den Himmel mit ihren Schwänzen Funken. Ein anderer Mythos besagt, dass sie Schneeflocken in den Himmel schleudern, die dann vom Mondlicht reflektiert werden.

Warnapps schlugen an


Doch wie stehen derzeit die Chancen, eine Aurora Borealis in der Region zu erleben und sich selbst inspirieren zu lassen? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten – die Vorhersage des Phänomens ist auch mit den heutigen technischen Möglichkeiten nur sehr kurzfristig möglich. Die Sonne befand sich in den Jahren 2024 und 2025 auf dem Höhepunkt ihres aktuellen Zyklus und die Aktivität ist auch jetzt noch sehr hoch. Das hat auch so manche Polarlicht-Warnapp in den vergangenen Tagen dazu veranlasst, eine zumindest geringe Wahrscheinlichkeit für Sichtungen zu melden. Auch wenn derzeit keine extremen Sonnenstürme angekündigt sind, kann es sich daher lohnen, die entsprechenden Warnungen im Auge zu behalten.

Steigende Chancen im Spätsommer


Bessere Chancen, das faszinierende Himmelsschauspiel zu erleben, bieten sich zum Ende des Sommers, wenn die Tage wieder kürzer werden. Weshalb das so ist, zeigt ein Blick in die Statistiken: Die Wochen rund um die Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche im September gehören zu den aktivsten Phasen für geomagnetische Stürme. Zusätzlich sind die Nächte dann schon wesentlich länger und daher auch die Zeitspanne, in der mögliche Polarlichter beobachtet werden können.