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"MitRespekt!": Bildungsinitiative wird mit 140.000 Euro gefördert

Mit dieser Initiative soll ein Gegeneffekt gegen die Anfeindungen von Ehrenamtlichen und Kommunalpolitikern geschaffen werden.

Volkshochschule "Alte Waage", Braunschweig.
Volkshochschule "Alte Waage", Braunschweig. Foto: Alexander Dontscheff

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18.06.2020

Region. Ob in Unternehmen, in der Politik, im Ehrenamt oder in der Familie - das Thema Respekt ist allgegenwärtig. Die Kampagne „MitRespekt!" von kommunalpolitischen Vereinigungen und Volkshochschulen in Niedersachsen setzt sich mit den zahlreichen Facetten des Themas auseinander. Den Startschuss für die landesweiten Aktionen hat Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler am Donnerstag in der Volkshochschule Hildesheim gegeben. Für die gemeinsame Bildungsinitiative des Landesverbands der Volkshochschulen Niedersachsens und der kommunalpolitischen Vereinigungen von SPD, CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen stellt das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) insgesamt rund 140.000 Euro aus Landesmitteln zur Verfügung. Dies berichtet das Wissenschaftsministerium in einer Pressemitteilung.


"Gleichheit und Gerechtigkeit sind die Grundlagen einer funktionierenden Gesellschaft. Diese Grundsätze umzusetzen, ist nur durch untereinander gelebten Respekt auf allen Ebenen möglich", so Minister Thümler. "Wir haben in den vergangenen Monaten viele, teilweise beängstigende Beispiele dafür erlebt, dass Menschen, die sich in der Kommunalpolitik, im Ehrenamt oder im Beruf für andere einsetzen, verbal und körperlich attackiert werden. Der Respekt für die Leistungen derjenigen, die in allen Bereichen unser öffentliches Leben aufrechterhalten, ist sehr wichtig."

Sensibilisierung für Respekt


Berbel Unruh, Verbandsdirektorin des Landesverbands der Volkshochschulen Niedersachsens: "Es ist uns ein großes Anliegen, mit dieser Initiative für den Stellenwert von "Respekt" in unserer Gesellschaft zu sensibilisieren. Ausgrenzung, soziale Spaltung, zunehmender Populismus und eine veränderte Konfliktkultur tragen zur Verschärfung der gesellschaftlichen Situation bei. An dieser Stelle setzt Bildung als Schlüssel an. Austausch und Dialog generieren Wissen und appellieren an die Vernunft und die Reflexionsfähigkeit des Einzelnen. ‚Wie würde ich in dieser oder jener Situation behandelt werden wollen?' Respekt setzt Reflexion, Toleranz, Akzeptanz und Rücksicht voraus."

In den kommenden Monaten werden die niedersächsischen Volkshochschulen in ihren Bildungsangeboten verstärkt auf das Thema Respekt und seine unterschiedlichen Bedeutungen für unser soziales Zusammenleben eingehen. Begleitend finden landesweit Aktionen im öffentlichen Raum sowie unter dem Hashtag #mitrespekt in den sozialen Netzwerken statt, um das Thema und seine Bedeutung zu veranschaulichen. Gebündelte Informationen zur Kampagne hält die Website bereit.



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