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Nach Diebstahlserie: Geklaute Busse in Brandenburg aufgetaucht



Helmstedt | Wolfsburg

Nach Diebstahlserie: Geklaute Busse in Brandenburg aufgetaucht


Die Polizei konnte drei der fünf Busse sicherstellen. Symbolfoto: Anke Donner
Die Polizei konnte drei der fünf Busse sicherstellen. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Wolfsburg. Nachdem bereits in der Nacht zu Mittwoch fünf VW Busse im Gesamtwert von rund 300.000 Euro in Wolfsburg und Helmstedt geklaut wurden, konnten am gestrigen Mittwochvormittag dann drei der fünf gestohlenen Fahrzeuge sichergestellt werden - und zwar im Bundesland Brandenburg.



Die jeweiligen Fahrer der Fahrzeuge im Alter von 38, 35 und 23 Jahren, die sich auf dem Weg ins benachbarte Polen befanden, wurden durch eine gemeinsame operative Fahndungsgruppe aus Zoll, Bundes- und Landespolizei (GOF) festgenommen. Das berichtet die Polizei Wolfsburg in ihrer Pressemitteilung. Schon an den Tatorten in der Region Wolfsburg-Helmstedt habe sich dabei das professionelle Vorgehen der Täter gezeigt. In allen Fällen standen die Fahrzeuge auf Privatgrundstücken oder unmittelbar davor.

Nach Unfall zu Fuß geflüchtet...


Den Ermittlungen nach wurde die Polizei nach einem Unfall auf der Bundesstraße 188 im Landkreis Havelland aufmerksam, als der Fahrer eines VW Busses nach einem Unfall nahe der Gemeinde Milower Land im Bereich des Abzweigs nach Großwudicke zunächst zu Fuß von der Unfallstelle flüchtete. Der Flüchtige seizuvor um 9.25 Uhr auf ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug aufgefahren. Eingesetzte Beamte stellten fest, dass der Kleinbus in der Nacht zum Mittwoch in Wolfsburg entwendet wurde. Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen aus Stendal waren ebenfalls gestohlen. Eine Nahbereichsfahndung nach dem augenscheinlich verletzten Unfallverursacher verlief zunächst ergebnislos.

... und dennoch überführt


Gegen 13.20 Uhr sei dann auf dem Gelände eines in der Nähe gelegenen Truppenübungsplatzes ein 35-Jähriger aufgegriffen worden, der leichte unfalltypische Verletzungen aufwies. Der Mann wurde von der Polizei zur nächstgelegenen Wache gebracht und dort vernommen. Hierbei räumte der 35-Jährige ein, den Wagen gefahren zu haben, bestritt aber von dessen Diebstahl gewusst oder etwas damit zu tun zu haben. Der Beschuldigte habe zudem geringe Mengen Betäubungsmittel bei sich gehabt und dieses auch konsumiert. Darüber hinaus konnte er keine gültige Fahrerlaubnis vorweisen. Er blieb zunächst in Polizeigewahrsam und bei der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde ein Haftbefehl angeregt.

Zwei weitere Erfolge


Gegen 9.30 Uhr fiel den Fahndern der GOF in Hohenwutzen im Landkreis Märkisch-Oderland unmittelbar an der natürlichen Landesgrenze der Oder zum benachbarten Polen ein VW Bus auf, an dem falsche Kennzeichen angebracht waren. Bei der genauen Überprüfung zeigte sich, dass das Fahrzeug zuvor in der Region Wolfsburg-Helmstedt entwendet worden war. Im Zündschloss des Fahrzeugs befand sich nicht der eigentliche Zündschlüssel, sondern ein Doublette. Der 23- jährige Fahrer wurde festgenommen und der Multivan im Wert von rund 55.000 Euro sichergestellt.

Am Nachmittag wurde schließlich rund 40 Kilometer weiter südlich auf der Brückenstraße in Schwedt, nur wenige hundert Meter vor der Landesgrenze nach Polen, durch Beamte der operativen Fahndungsgruppe ein weiterer VW Bus gestoppt. Am Fahrzeug befanden sich falsche Kennzeichen. Eine weitere Überprüfung ergab, dass auch dieses Fahrzeug ebenfalls zuvor in der Region Wolfsburg-Helmstedt gestohlen worden war. Die Polizisten stellten daraufhin den Kleinbus sicher. Da der 38-jährige Fahrer keinen Führerschein vorlegen konnte, muss er sich wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und wegen Bandenhehlerei verantworten. Auch er wurde festgenommen. Die Ermittlungen dauern an.


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