Region. Drei neue Bahnhalte werden in den nächsten drei Jahren im Gebiet des Regionalverbands Großraum Braunschweig entstehen: Isenbüttel im Landkreis Gifhorn, Braunschweig-Bienrode und Wolfsburg-Sandkamp. Dafür hat der Regionalverband den Anstoß gegeben und mit der DB InfrGo AG einen Vertrag abgeschlossen. Das berichtet der Regionalverband in einer Pressemitteilung.
Weitere vier Stationen sollen folgen: Wendessen im Landkreis Wolfenbüttel, Salzgitter-Thiede (an neuer Stelle) sowie Braunschweig-Leiferde und Braunschweig-West.
Insgesamt 52 Bahnhalte
„Das bundesweite Programm Stationsoffensive ist das größte und umfangreichste seiner Art für neue Bahnstationen. Das haben wir genutzt. Dank intensiver Planung, Vorbereitung und Mitfinanzierung werden es am Ende insgesamt 52 Bahnhalte in unserer Region sein“, blickt Verbandsdirektor Ralf Sygusch nicht ohne Stolz in die Zukunft.

Auch in Isenbüttel soll ein Bahnhalt entstehen. Foto: Regionalverband / c.o. DB Engineering & Consulting GmbH
Teils werden einst vorhandene Bahnhalte reaktiviert, teils an anderer Stelle neu gebaut. Es entstehen barrierefreie, zeitgemäße Stationen mit einem komfortablen Zugang zum Schienenverkehr. Die Bahnhalte baut die DB InfraGO AG im Rahmen des Bundesprogramms „Stationsoffensive“ mit finanzieller Unterstützung durch den Regionalverband. Zeitgleich sollen die Kommunen das jeweilige Umfeld der Stationen zu einem attraktiven Zugang mit zahlreichen Park&Ride- oder Bike&Ride-Parkplätzen, Bushaltestellen und hoher Aufenthaltsqualität gestalten.
"Ganz neue Möglichkeiten"
Auch hier beteiligt sich der Verband an der Planung und der Umsetzung. „Diese Zusammenarbeit zeigt, wie viel Potenzial gehoben werden kann, wenn viele Beteiligte an einem Strang ziehen“, betont Sygusch. „Wir erhöhen die Attraktivität des ÖPNV immens und schaffen für rund 250.000 Menschen rund um die Stationen einen unmittelbaren Zugang dazu.“ Dazu kämen die Zubringer mit Bussen, so dass noch mehr Bürgerinnen und Bürger ganz neue Möglichkeiten der ÖPNV-Nutzung bekämen.

Der Bahnhalt in Sandkamp könnte so aussehen. Foto: Regionalverband / c.o. DB Engineering & Consulting GmbH
Bereits Anfang der 20er Jahre hatte der Regionalverband die Konzepte für die Stationsoffensive fertiggestellt. Gerade hat der Ausschuss für Regionalverkehr empfohlen, die sogenannte Realisierungs- und Finanzierungsvereinbarung für die Station Wolfsburg-Sandkamp mit der Deutschen Bahn abzuschließen, damit die DB InfraGo mit dem Bau starten kann.
Nun soll es losgehen. Den Anfang macht noch in diesem Jahr die Station in Isenbüttel im Landkreis Gifhorn. Es folgt die Station Braunschweig-Bienrode im nächsten Jahr und der Bahnhalt Wolfsburg-Sandkamp, der im Rahmen der Generalsanierung der Strecke Lehrte – Berlin gebaut werden soll.
Warum das Ganze?
Der Schienenpersonennahverkehr hat sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt, auf wichtigen Hauptverbindungen verkehren die Züge im Halbstundentakt. Zusammen mit dem Land Niedersachsen und den benachbarten Aufgabenträgern (LNVG, Region Hannover und der NASA in Sachsen-Anhalt) hat der Regionalverband das Angebot auf der Schiene deutlich ausgebaut. Die neuen Stationen sind ein weiterer Baustein, um das ÖPNV-Angebot in der Region attraktiver zu machen.
Sygusch skizziert die Bedeutung für das gesamte Umfeld der Stationen: „Mit den neuen Stationen bekommen die Kommunen die Möglichkeiten, sich rund um diese Standorte als Wohn- und Wirtschaftsstandort weiterzuentwickeln.“
Alle Details zu den neuen Stationen findet man hier.

