Sie sind hier: Region >

Nutria-Bekämpfung war Thema im Umweltausschuss



Gifhorn

Nutria-Bekämpfung war Thema im Umweltausschuss

von Christoph Böttcher


Die Nutria-Population soll im Landkreis Gifhorn eingedämmt werden. Symbolfoto: Pixabay
Die Nutria-Population soll im Landkreis Gifhorn eingedämmt werden. Symbolfoto: Pixabay Foto: pixabay

Artikel teilen per:

Gifhorn. Im gestrigen Ausschuss für Umwelt, Bau, Energie und Regionalplanung war die starke Ausbreitung der Nutrias im Landkreis Gifhorn Thema. Diese invasive Nagetierart führe aufgrund intensiver Wühltätigkeit der Tiere zu Schäden an Uferanlagen von Flüssen. So sei der Hochwasserschutz nicht mehr gewährleistet. Entsprechend sollen die Tiere bejagt werden.



Ursprünglich hatten dieFraktionen der CDU, SPD und die Gruppe ULG/FDP den gemeinsamen Antrag gestellt, entsprechende Fallen für die Jägerschaft anzuschaffen, um eine effektive Bejagung zu fördern. Dies wurde damit begründet, dass die Kosten zur Reparatur der Schäden immer weiter steigen würden. Dies sei insbesondere gravierend, da sich die Nager stark vermehren würden, auch da sie kaum Fressfeinde zu fürchten hätten. Der Antrag sah die Anschaffung von 100 hochwertigen Lebendfallen zu einem Stückpreis von je 600 Euro vor. Die Kosten sollten aus dem Umweltschutz-Haushalt entnommen werden. Bündnis 90/ Die Grünen kritisierte die Bezahlung aus demBudget des Umweltschutzes, sprach sich im Weiteren aber nicht gegen eine derartige Bejagung aus.

Gegenantrag der AfD


Die AfD hatte einen Gegenantrag gestellt, da der Partei die Kosten zu hoch erschienen. Solche Fallenseien im Internet auch für unter 300 Euro erhältlich. Die anderen Parteien mahnten jedoch an, dass bewusst hochwertige Fallen gekauft werden sollen, um Tiere, die nicht bejagtwerden, zu schützen.


Des Weiteren schlug die AfD vor, die Fallen für sich selbst zahlen zu lassen, indem die gefangenen Tiere verkauft würden. Die Unterhaltungsverbände Aller/Ohre/Drömlingund Oberaller Gifhorn sowie der Wasserverband Vorsfelde hätten eine Fangprämie in Höhe von sechs Euro je Tier ausgelobt. Darüber könnte sich die Anschaffung schnell amortisieren, so die AfD. Die übrigen Ausschussmitglieder bezweifelten dies jedoch, da die Fangprämie nicht pauschal gezahlt würde, sondern nur für Fänge aus bestimmten Gewässern. Damit wärenicht das gesamte Gebiet abgedeckt.

Letztlich verständigten sich die Parteien darauf, dass Problem an die Verwaltung zu übergeben und diese mit dem Entwurf eines Konzeptes zu beauftragen. Dieser Beschluss fiel bei einer Enthaltung einstimmig aus.


zur Startseite