Peine. Der Vorstand des FDP-Kreisverbandes Peine hat Marcus Seelis als Kandidaten für die Landratswahl im Landkreis Peine nominiert. Das geht aus einer Pressemitteilung des FDP-Kreisverbandes hervor.
Der Kreisvorsitzende Dirk Heinrich Heuer hat den Kandidaten wie folgt vorgestellt: „Mit Marcus Seelis stelle die FDP eine gereifte Persönlichkeit zur Wahl, die berufliche Erfahrung mit kommunalpolitischem und ehrenamtlichem Engagement verbinde. Als Projektleiter Unternehmensentwicklung eines Peiner Unternehmens bringe er wirtschaftliche Kompetenz und strategisches Denken mit.“ Seelis lebt mit seiner Familie in Ilsede und sei fest in der Region verwurzelt, heißt es in der Mitteilung weiter.
Das will die FDP im Kreis Peine erreichen
Inhaltlich setze die FDP klare Schwerpunkte für die Zukunft des Landkreises. Ein zentrales Anliegen sei die Sicherstellung einer guten ärztlichen Versorgung vor Ort. Dazu gehörten sowohl die Stärkung niedergelassener Ärzte als auch eine Debatte über die Zukunft des Peiner Krankenhauses. Angesichts der finanziellen Belastungen – rechnerisch etwa 5.000 Euro für eine vierköpfige Familie für den Bau sowie jährlich rund 800 Euro zur Defizitdeckung – fordere die FDP eine Bürgerbefragung.
Im Bereich Integration spreche sich die FDP für die Umsetzung der bereits beschlossenen Arbeitspflicht für Geflüchtete und Asylbewerber aus. Dies solle die Integration fördern und den Einstieg in Arbeit erleichtern.
Ein weiteres Infrastrukturprojekt sei der Anschluss Peines an das S-Bahn-Netz der Region Hannover. Die FDP fordere, dass der Landkreis zeitnah Gespräche mit der Region Hannover aufnehme, um die geplante Linie S31 Peine–Minden zügig zu realisieren.
Bildungspolitisch fordere die FDP verpflichtende Sprachtests in Kindertagesstätten sowie einen deutlichen Ausbau der Sprachförderung. Jedes Kind solle beim Schuleintritt über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, um faire Bildungschancen zu erhalten. Gleichzeitig werde eine umfassende Modernisierung der Schulgebäude gefordert.
Finanzen im Blick
Im Bereich Finanzpolitik bekenne sich die FDP zu nachhaltigem Haushalten und fordere die Senkung der Kreisumlage, um den Städten und Gemeinden mehr finanziellen Spielraum zu geben. Gleichzeitig solle eine Aufgabenkritik klären, welche Leistungen des Landkreises notwendig und wertschöpfend seien. Einsparpotenziale müssten konsequent genutzt werden.
Als Sofortmaßnahme spreche sich die FDP für einen Einstellungsstopp in der Kreisverwaltung aus, um ein weiteres Anwachsen der Verwaltung zu verhindern.
Jan Wouter van Leeuwen, stellvertretender Kreisvorsitzender, hat die Empfehlung so zusammengefasst: „Mit Marcus Seelis präsentiere die FDP einen Kandidaten, der für wirtschaftliche Vernunft, klare Prioritäten und eine zukunftsorientierte Entwicklung des Landkreises Peine stehe.“

