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Grüne fordern Reaktivierung der Bahnstrecke Braunschweig - Harvesse



Grüne fordern Reaktivierung der Bahnstrecke Braunschweig - Harvesse

Damit die Reaktivierung in den Kommunen an Fahrt aufnehmen kann, müsse laut Byl auch die Landesregierung aktiv werden.

Symbolfoto
Symbolfoto Foto: Sina Rühland

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Braunschweig/Harvesse. Von Braunschweig über Wendeburg nach Harvesse könnte eine Bahn fahren – die Schienen sind immerhin noch da. Das geht aus einer gerade veröffentlichten Broschüre der Grünen Landtagsfraktion über die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken hervor. Sie zeigt: In der Region schlummern ungenutzte Potenziale für die Entwicklung der Region, sagt die Grüne-Landtagsabgeordneten Imke Byl.



„Die Reaktivierung würde die Anbindung an Braunschweig deutlich verbessern“, sagt Imke Byl, für Peine und Braunschweig zuständige Grünen-Landtagsabgeordnete. „Die Gemeinde Wendeburg verfügt über eine hohe Bevölkerungsdichte. Die bisherige Anbindung nach Braunschweig über Busverbindungen ist unzureichend. Die Raum- und Siedlungsstruktur ist auf die Reaktivierung der Bahnstrecke bereits ausgerichtet und würde für die Entlastung der Straßen aus dem Norden und Westen des Braunschweiger Umlands sorgen. Insbesondere für Pendler*innen wäre die reaktivierte Bahnstrecke eine deutliche Verbesserung. Doch leider liegt das Engagement der Landesregierung hier genauso brach wie die Bahnstrecke. Und in der Region sind wir nicht alleine, landesweit gibt es etliche Strecken, die wieder in Betrieb genommen werden könnten. Alleine unsere grüne Broschüre listet 62 Strecken auf – und die Liste ist nicht abschließend.“

Doch damit die Reaktivierung in den Kommunen an Fahrt aufnehmen kann, müsse laut Byl auch die Landesregierung aktiv werden, denn der Regionalbahnverkehr sei Landesaufgabe. Eigentlich hatten SPD und CDU dies in ihrem Koalitionsvertrag angekündigt - doch konkret passiert sei noch nichts.


„In den Rot-Grünen Regierungsjahren sind wir wichtige Schritte gegangen, die nun weitergeführt werden müssten. Dass nun nicht einmal Machbarkeitsstudien in den Kommunen von der Landesregierung finanziert werden, ist sehr bedauerlich.“ beklagt Imke Byl und betont die Forderung: Der vor 2017 bestehende überparteiliche Lenkungskreis ist eine Grundvoraussetzung, damit Niedersachsen Strecken zur Bundesförderung anmelden kann. Er muss schnell wieder ins Leben gerufen werden und das nicht erst nach der nächsten Landtagswahl.

Insbesondere sei das Verkehrsministerium gefragt, eine landeseigene Konzeption zu entwickeln, damit die potenziellen Strecken schnellstmöglich zur Bundesförderung angemeldet werden können. Ansonsten bleibt der regionale Bahnverkehr auf dem Abstellgleis.




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