In diesem Ort werden rund 4,5 Kilometer Kanalnetz erneuert

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis November.

Inliner-Einzug in einer Kleinbaustelle: Der Harzgetränkte weiße Schlauch wird vom Mitarbeiter in das freigelegte, bestehende Kanalrohr mit eingezogen.
Inliner-Einzug in einer Kleinbaustelle: Der Harzgetränkte weiße Schlauch wird vom Mitarbeiter in das freigelegte, bestehende Kanalrohr mit eingezogen. | Foto: Wasserverband Peine

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Edemissen. In Oedesse haben die Arbeiten zur sogenannten Inliner-Sanierung des Kanalnetzes begonnen. Bis voraussichtlich November werden rund 4,5 Kilometer des Kanalnetzes der Ortschaft mit dem harzgetränkten Schlauch sicher von innen abgedichtet. In diese Infrastrukturmaßnahme investiert der Wasserverband Peine rund 700.000 Euro, wie es in einer Pressemitteilung des Wasserverbandes heißt.



Bei dem sogenannten Schlauchliner-Verfahren wird ein harzgetränkter Schlauch von Öffnungen aus in das bestehende Kanalrohr eingezogen, mit Druckluft aufgestellt und schließlich mit UV-Licht ausgehärtet. „Ein bewährtes Verfahren, das wir schon seit Jahren im Wasserverband Peine nutzen“, sagt Bauleiter Sven Harnagel. Rund 700.000 Euro kostet diese Infrastrukturmaßnahme, die den Kanal für Jahrzehnte nutzbar erhält.

Keine Einschränkungen im Haushalt


Die Anwohner sind in der Regel nicht von Einschränkungen während der Bauphase betroffen, Spülmaschine und Co. können weiter genutzt werden. „Das Abwasser wird im Rohrsystem zwischengespeichert und bei Bedarf mit einem Saug-Spülwagen abgezogen und dem Kanalsystem an anderer Stelle wieder zugeführt“, erläutert Kanalsanierer Harnagel. Zudem müsste der Kanalabschnitt vor Einzug des Schlauchliners per Hochdruck gereinigt werden, damit dieser sich wie gewünscht an die Innenwand anlegen könne. Ein Spülwagen sei deshalb bei diesen Arbeiten immer mit im Einsatz. Beim Aushärten des Schlauchs könne es durch das Harzgemisch kurzzeitig zu ungewohnten Gerüchen kommen, die aber dann verflögen.

Im Anschluss wird der Ausgang verschlossen und per einströmender Druckluft aufgestellt.
Im Anschluss wird der Ausgang verschlossen und per einströmender Druckluft aufgestellt. Foto: Wasserverband Peine


„Oft können wir von bestehenden Schachtöffnungen aus agieren, an manchen Stellen müssen aber auch sogenannte Kleinbaustellen genutzt werden, um für die punktuelle Sanierung an die bestehende abwassertechnische Infrastruktur zu gelangen. Dann wird der Verkehr entsprechend daran vorbeigeleitet“, blickt Harnagel voraus.

Einen genaueren Zeitplan, wann in welcher Straße gearbeitet werde, könne der Verband leider nicht mitteilen, da dieser vom Baufortschritt der beauftragten Fachfirma Arkil einerseits und der Verfügbarkeit notwendiger weiterer Baufirmen für den Tiefbau abhänge. Sollte der Kanalverlauf über private Grundstücke erfolgen, werde der Verband die Eigentümer im Vorwege informieren und das weitere Vorgehen auf ihrem Grundstück abstimmen.