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Politik sagt "ja" zu einem Trinkbrunnen auf dem Stadtmarkt



Wolfenbüttel

Politik sagt "ja" zu einem Trinkbrunnen auf dem Stadtmarkt

von Werner Heise


Wolfenbüttel könnte wohlmöglich einen Trinkbrunnen erhalten. Symbolbild: pixabay
Wolfenbüttel könnte wohlmöglich einen Trinkbrunnen erhalten. Symbolbild: pixabay Foto: Pixabay

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Wolfenbüttel. Die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Stadtentwicklung und Umwelt haben sich am heutigen Dienstagabend mehrheitlich für die Errichtung eines Trinkbrunnens in der Wolfenbütteler Innenstadt ausgesprochen.



Doch noch ist nichts entschieden. Das Ergebnis (5:4) fiel mit den vier Gegenstimmen von CDU und AfD äußerst knapp aus. Das letzte Wort hat der Verwaltungsausschuss in einer seiner nächsten - nicht öffentlichen - Sitzungen. Sollte sich auch hier eine Mehrheit unter den Kommunalpolitikern dafür finden, dann soll vorerst ein Trinkbrunnen im südlichen Bereich des Stadtmarktes, möglicherweise an der Touristinformation, errichtet werden.

Das Vorhaben geht auf einen Antrag von Bündnis90/Die Grünen zurück. Diese hatten eigentlich gleich drei Trinkwasserbrunnen für den Innenstadtbereich gefordert, was Pierre Balder (FDP) für zu viel hielt und für seine Meinung Unterstützung von Florian Röpke (Linke/Piraten) erhielt. Beide sprachen sich vorerst für die Reduzierung auf einen aus.


Gerhard Kanter (CDU) lehnte den Antrag für seine Partei ab. Die Christdemokraten halten einen Trinkbrunnen für unnötig. Zudem sei dieser sowohl in der Anschaffung, als auch in der Unterhaltung zu teuer.

Laufende Kosten stehen noch nicht fest


Mindestens 22.000 Euro hat die Verwaltung als Kosten für die Anschaffung und Errichtung ermittelt. Zu den Unterhaltungskosten konnten keine Angaben gemacht werden. Auf eine Anfrage unserer Online-Zeitung im vergangenen Jahr schätzte Matthias Tramp, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel, dass diese schnell 15.000 Euro und mehr im Jahr ausmachen könnten und betonte, dass man dem Vorhaben kritisch gegenüber stehe. Man erwarte seitens der Stadtwerke keine, in einem sinnvollen Verhältnis zum Aufwand stehende Nutzung durch die Wolfenbütteler Bürgerinnen und Bürger.

Die Grünen wünschen sich, dass der Wert des Trinkwasser stärker ins Bewusstsein rückt und erhoffen sich von einem Trinkbrunnen eine Reduzierung des PET-Flaschen-Verbrauchs. Zudem sei es ein Serviceangebot für Bürger und Gäste Wolfenbüttels.

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