Reichinnek kritisiert TV-Duell zwischen Voigt und Höcke

Heidi Reichinnek, Co-Chefin der Linke-Gruppe im Bundestag, hat das TV-Duell zwischen Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD) für gescheitert erklärt.

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Heidi Reichinnek (Archiv)
Heidi Reichinnek (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Heidi Reichinnek, Co-Chefin der Linke-Gruppe im Bundestag, hat das TV-Duell zwischen Mario Voigt (CDU) und Björn Höcke (AfD) für gescheitert erklärt. "Wenn man einem Demagogen wie Höcke den Raum gibt, seine auf Lügen basierende Hetze zu verbreiten, dann nutzt er diesen auch", sagte Reichinnek der "Welt".


Am Donnerstagabend diskutierten die beiden Thüringer Spitzenkandidaten ihrer Partei bei Welt-TV. Höckes Positionen und seine Gesprächstaktik seien hinlänglich bekannt, es hätte dafür keines TV-Duells bedurft, sagte die Linke-Gruppenvorsitzende. "Die zahlreichen Falschaussagen vor großem Publikum lassen sich auch durch einen Faktencheck nicht mehr einfangen", so Reichinnek.

"Das von Voigt angekündigte ‚Entzaubern` Höckes hat nicht funktioniert, da ihm ganz offensichtlich das entsprechende Format fehlt." Die Bundes-CDU hätte im Vorfeld einschreiten und das TV-Duell unterbinden müssen. "Die AfD muss dort inhaltlich gestellt werden, wo es sich nicht vermeiden lässt - ihnen aber eine zusätzliche Bühne zu bieten und somit den Faschisten Höcke weiter zu normalisieren ist ein Fehler", so Reichinnek. "Dass am Jahrestag der Buchenwald-Befreiung beide Kandidaten den Antisemitismus in Deutschland als ausschließlich migrantisches Problem diskutieren, ist absolut beschämend."


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