Salzgitter. Dichter Rauch im Treppenhaus, aber zunächst keine Spur vom eigentlichen Brandherd: Mit dieser Lage sah sich die Feuerwehr am Finkenherd in Hallendorf gegen 23:40 Uhr in der Nacht auf den heutigen Samstag konfrontiert.
Erst bei der Erkundung des Gebäudes entdeckten die Einsatzkräfte das Feuer im Dachbodenbereich und konnten es gezielt löschen. „Am Anfang war unklar, wo sich der Brandherd befindet, weil wir zunächst nur den verrauchten Treppenraum vorgefunden haben“, berichtete Maximilian Seifert, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Salzgitter, vor Ort. Nachdem sichergestellt worden war, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befanden, ging ein Trupp zur Erkundung und Brandbekämpfung vor. Die Feuerwehrleute entdeckten schließlich Feuerschein im Dachbodenbereich vor dem Eingang zum Dachboden. Dort konnte der Brand gezielt abgelöscht werden.
Bewohner wollte Gebäude zunächst nicht verlassen
Eine zusätzliche Herausforderung für die Einsatzkräfte war ein Bewohner, der seine Wohnung zunächst nicht verlassen wollte. Erst auf Nachdruck konnte er aus dem Gebäude geführt werden. Auch die örtlichen Gegebenheiten erschwerten den Einsatz. Die enge Bebauung und die eingeschränkte Zugänglichkeit der Straßen machten insbesondere die Aufstellung der Einsatzfahrzeuge schwierig.
Zahlreiche Kräfte im Einsatz
Im Einsatz waren die Wachen 1 und 2 der Berufsfeuerwehr Salzgitter sowie die Ortsfeuerwehr Hallendorf. Nach dem Löschen des Feuers liefen weitere Belüftungs- und Erkundungsmaßnahmen im Dachgeschoss. Außerdem suchten die Einsatzkräfte den Bereich nach möglichen Glutnestern und weiteren Brandherden ab. Zum Zeitpunkt des Gesprächs war die Feuerwehr seit etwa einer halben Stunde im Einsatz. Einsatzleiter Seifert rechnete für die abschließenden Arbeiten mit ungefähr einer weiteren halben Stunden
Sachschaden im fünfstelligen Bereich
Wie die Polizei in einer Pressemitteilung vom heutigen Morgen berichtet, ist die Brandursache bisher unklar. Durch den Brand entstand ein Sachschaden im Gebäude. Sämtliche Bewohner blieben unverletzt und das Mehrfamilienhaus war nach Abschluss der Löscharbeiten weiterhin bewohnbar. Der Sachschaden wird derzeit auf eine mittlere fünfstellige Summe geschätzt.
