Salzgitter. Wer in letzter Zeit mal über den Schlosshof Salder gegangen ist, dem dürften sofort zwei eigenartige Gebilde aufgefallen sein. Mitten auf dem Hof stehen zwei große Gitter. Doch was soll das sein und wer hat sie aufgestellt?
Zwei ungewöhnlich geformte Gitter stehen auf dem Schlosshof in Salder. Fest mit dem Boden verbunden, erinnern sie auf den ersten Blick an ziemlich verbeulte Tore oder Absperrungen. Beide Gitter wirken, als seien sie unter großer Kraft verändert worden. Doch was hat es mit diesen Objekten auf sich?
Teil der Ausstellung „Konfusion“
Eine Beschriftung oder ein Hinweis auf ihre Bedeutung ist auf dem Schlosshof nicht zu finden. Wer die beiden Gitter näher betrachtet, steht deshalb zunächst vor einem Rätsel. Sie gehören nicht zur historischen Ausstattung des Schlosses, sondern sind Teil der aktuellen Ausstellung „Salon Salder 2026 – Konfusion“.
Nach den vorliegenden Informationen handelt es sich bei den beiden Objekten sehr wahrscheinlich um eine Arbeit des Künstlers Lukas Zerbst. Seine Arbeiten beschäftigen sich unter anderem mit Architektur und alltäglicher Infrastruktur. Vertraute Dinge werden dabei so verändert, dass sie plötzlich ungewohnt und irritierend wirken.
Das passt zum diesjährigen Ausstellungsthema „Konfusion“. Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler hinterfragen Gewissheiten, verschieben Perspektiven und zeigen die Wirklichkeit aus ungewohnten Blickwinkeln.
Neben Lukas Zerbst sind unter anderem Arbeiten von Degenhard Andrulat, Ahmed Borai, Anna Eisermann, Nozomi Hasegawa, Hendrik Heisenberg und weiteren Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. Auch Werke von Gerd Winner werden gezeigt, der im April 2026 verstorben ist.
Mehr Informationen zur Kunstausstellung finden Sie hier.

