Salzgitter. Am gestrigen Donnerstag fand die feierliche Einweihung des Neubaus der Grundschule Lichtenberg statt. Der erste Spatenstich für das Schulgebäude sowie für das benachbarte Kita-Projekt „Zingel“ erfolgte am 17. November 2023. Die Kindertagesstätte wurde bereits 2025 fertiggestellt und wird heute als „Kinderbildungshaus da Vinci“ von der Caritas betrieben, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung berichtet.
"Heute ist ein guter Tag für unsere Stadt Salzgitter und ein noch viel besserer für Lichtenberg", freute sich Oberbürgermeister Frank Klingebiel. „Mit dem erfolgreichen Abschluss des Grundschulneubaus ist hier ein moderner Bildungsstandort entstanden. Unsere Kinder können nun in ein zeitgemäßes Schulgebäude einziehen und es mit Leben füllen.“ Zusammen mit dem Kitaneubau sei hier ein echter Bildungscampus entstanden, "auf dem unsere Kinder von der Kita bis zum Ende der Grundschulzeit lernen, Erfahrungen sammeln und sich entwickeln können. Grundschulen vermitteln weit mehr als Lesen, Rechnen und Schreiben. Hier lernen Kinder wichtige Werte unserer Gesellschaft kennen, wie etwa Respekt, Toleranz und ein gutes soziales Miteinander“, ergänzte Klingebiel.
„Wir haben innerhalb weniger Jahre drei Kita-Neubauten und drei Grundschulneubauten realisiert. Das war ein großer Kraftakt für unsere Stadt.“ Klingebiel dankte deshalb dem Land Niedersachsen und dem Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig: "Ohne Ihre Fördermittel hätten wir diese und weitere Kitaneubau- und Grundschulneubauprojekte in Salzgitter als Stadt nicht alleine stemmen können."
So hoch waren die Kosten
Die Kosten für den Bau des Grundschulgebäudes belaufen sich auf knapp 13,6 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen hat davon rund 7,1 Millionen Euro über den "Strukturhilfefonds Salzgitter" übernommen. Dazu betonte Tobias Böttcher, Amt für regionale Landesentwicklung Braunschweig: "Ich freue mich sehr, dass das Land Niedersachsen den Neubau der Grundschule Zingel mit 7,1 Millionen Euro unterstützt hat. Schulen sind nicht nur Bildungsstätten, sondern vor allem Orte, an denen Kinder Gemeinschaft erleben und sich entfalten können. Entstanden ist ein offener, freundlicher Lernort, an dem Integration beginnt und Kinder wichtige Grundlagen für ihre Zukunft erhalten. Die Fördermittel sind hier gut angelegt.“
Startschuss für Ganztagsbetrieb
Ab dem 13. August wird die Grundschule ihren Betrieb als Ganztagsschule im Neubau aufnehmen. Für Schulleiterin Petra Binder beginnt damit ein neuer Abschnitt der Schulentwicklung: „Wir gehen einen großen Schritt und werden Ganztagsschule – an allen Tagen der Woche und für alle vier Jahrgänge. Was vor einigen Jahren noch intensiv diskutiert und schließlich verworfen wurde, kann nun unter völlig neuen Voraussetzungen umgesetzt werden. Das offene und lichtdurchflutete Gebäude schafft eine freundliche Lernatmosphäre. Die neue Mensa ermöglicht ein warmes Mittagessen für alle Kinder, und die offenen Lern- und Begegnungsbereiche unterstützen eine moderne Pädagogik, die den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Der Neubau ist deshalb weit mehr als ein neues Schulgebäude – er bildet die Grundlage für eine zukunftsorientierte, lebendige und offene Schule.“
Zum Bauprojekt
Die Grundschule ist als zweigeschossiger, klar gegliederter, längsgestreckter Baukörper in konventioneller Bauweise als zweizügige Grundschule in Ost-West-Ausrichtung errichtet worden. Über ein zentrales Foyer mit hochwertigen Aufenthaltsmöglichkeiten erreicht man die Nutzungsbereiche. Nach Osten ausgerichtet ist die Verwaltung, Ganztag und Bibliothek untergebracht. Richtung Westen befinden sich die Mensa samt Küche und Pausentoiletten, jeweils mit ihren notwendigen Nebenräumen. In dem Neubau befinden sich acht allgemeine Unterrichtsräume, zwei Fachunterrichtsräume, Ganztagsräume, eine Schülerbücherei, Verwaltungsräume sowie eine Mensa.
Eine dezentrale Lüftungsanlage wurde in den Klassenräumen verbaut. In allen Räumen ist eine Fußbodenheizung vorhanden. Die Wärmeversorgung stellt eine elektrisch betriebene Luft-/Wasser-Wärmepumpe auf dem Dach sicher. Dort sind auch Photovoltaikmodule errichtet worden, die Strom für den Eigenverbrauch erzeugen.

