Neuer Dezernent: Rat der Stadt stimmt für diesen "Rückkehrer"

Auch der Landrat aus einem benachbarten Landkreis hatte bei der Sache ein Wörtchen mitzureden. Kritik am Bewerbungsprozess kam von den Grünen.

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Bernd Retzki (Mitte) wird neuer Sozialdezernent in Salzgitter und erhält Glückwünsche von Oberbürgermeister Frank Klingebiel (li.) und dem Ratsvorsitzenden Michael Letter.
Bernd Retzki (Mitte) wird neuer Sozialdezernent in Salzgitter und erhält Glückwünsche von Oberbürgermeister Frank Klingebiel (li.) und dem Ratsvorsitzenden Michael Letter. | Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Die Salzgitteraner Stadtverwaltung hat wieder einen Dezernenten für den Bereich Bildung, Soziales und Integration. Der neue Rat der Stadt hat in seiner konstituierenden Sitzung für den Vorschlag der Verwaltung gestimmt.



Damit steht fest: Der gebürtige Salzgitteraner wird für eine Amtszeit von acht Jahren den vakanten Posten im Dezernat übernehmen. Die Vakanz bestand seit dem überraschenden Tod von Dirk Hädrich Ende des Jahres 2025. Die Stelle war zuvor öffentlich ausgeschrieben. Auf diese Ausschreibung waren insgesamt 28 Bewerbungen eingegangen, berichtet die Verwaltung. Die Ratsfraktionen, die Gleichstellungsbeauftragte, der Vorsitzende des Gesamtpersonalrates und die Vertrauensperson der schwerbehinderten Menschen bei der Stadt Salzgitter hatten Gelegenheit zur Einsichtnahme in die Bewerbungsunterlagen.

Bernd Retzki zuletzt Dezernent in Wolfenbüttel


In dem Bewerbungsprozess hatte sich Bernd Retzki durchgesetzt. Im Beschlussvorschlag heißt es: "Er besitzt die für das Amt erforderliche Eignung, Befähigung und Sachkunde." Der gebürtige Salzgitteraner war bereits in der Stadtverwaltung tätig. Aktuell ist Retzki Sozialdezernent beim Landkreis Wolfenbüttel. Seine dortige Amtszeit endet eigentlich erst im kommenden Januar. Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel hatte sich aber bereits das Einverständnis des Wolfenbütteler Landrats Martin Albinus eingeholt, dass Retzki seinen Dienst an der Spitze des Salzgitteraner Dezernats bereits am 1. Dezember aufnehmen kann.

Der Rat der Stadt musste der Einstellung des neuen Dezernenten aber noch zustimmen. Zuvor hatte sich Retzki den Ratsmitgliedern vorgestellt. Dort berichtete er, dass er 25 Jahre lang für die Verwaltung der Stadt Salzgitter gearbeitet hat – elf Jahre davon als Ausbildungsleiter. Es folgten Stationen als Sozialamtsleiter bei der Stadt Seelze und in Berlin. Von dort ging es zurück in die Region: zum Landkreis Wolfenbüttel.

Kritik von den Grünen


Kritik am Bewerbungsprozess kam vor der Abstimmung vor allem von der Fraktion der Grünen. Birgit Bosch bemängelte: "Ich kann eigentlich nicht glauben, dass es keine geeignete Bewerberin für den Posten gab. Gleichstellung ist bei der Stadt Salzgitter offenbar ein Fremdwort." Wolfgang Rosenthal kritisierte, dass neue Ratsmitglieder keine Möglichkeit gehabt hätten, den Bewerbungsprozess zu begleiten. Das entkräftete Klingebiel, der zudem appellierte: "Treffen Sie diese Entscheidung. Die Verwaltung muss handlungsfähig bleiben."

Letztlich entschied der Rat in einer geheimen Wahl. Mit einer knappen Mehrheit hatte sich der Vorschlag der Verwaltung durchgesetzt: Retzki wird also neuer Leiter im Dezernat IV: Bildung, Soziales und Integration der Stadt Salzgitter.

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