Ostfalia Hochschule warnt vor Aus der Flexo-Busse in Salzgitter

Für viele Studenten sei der On-Demand-Busverkehr die einzige Möglichkeit für eine flexible Anreise zum Campus in Calbecht.

Blick auf den Campus Salzgitter-Calbecht der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften.
Blick auf den Campus Salzgitter-Calbecht der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. | Foto: Andreas Rodemann / Ostfalia

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Salzgitter. Schon mehrfach hat regionalHeute.de über die unsichere Zukunft der Flexo-Busangebote in der Stadt Salzgitter berichtet. Aktuell geht diesbezüglich auch ein Beschlussvorschlag der Verwaltung durch den politischen Gremienlauf. Nun meldet sich die Ostfalia Hochschule in einer Pressemitteilung zu Wort und warnt vor den Folgen eines Aus des Angebots für ihre Studenten.



Eine verlässliche ÖPNV-Anbindung sei eine wichtige Voraussetzung für gleiche Bildungschancen. Die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften setze sich deshalb für den Erhalt des Flexo zum Campus Calbecht in Salzgitter ein. Rund 1.800 Studenten seien auf eine gute und verlässliche Erreichbarkeit des eher ländlich gelegenen Hochschulstandorts in Salzgitter angewiesen.

Flexible Anreise für Studenten


Der Flexobus ist ein flexibler On-Demand-Busverkehr (Anruf-Sammel-Bus) in der Region Braunschweig. Bei Bedarf bedient er unter anderem die Strecke zwischen den Bahnhöfen Salzgitter-Ringelheim und Salzgitter-Bad und dem Ostfalia-Campus in Salzgitter-Calbecht. Damit ermöglicht Flexo vielen Studenten eine flexible Anreise – unabhängig davon, ob sie über ein eigenes Auto verfügen.

„De facto stellt nur der Flexobus eine wettbewerbsfähige ÖPNV-Anbindung des Campus an die Großräume Braunschweig, Hildesheim-Hannover sowie Goslar sicher“, erklärt Prof. Dr. Marc-Christian Ollrog, Dekan der Fakultät Verkehr-Sport-Tourismus-Medien in Salzgitter. In den Monaten Januar/Februar und Juli/August, in denen viele Studenten und Mitarbeiter trotz vorlesungsfreier Zeit am Campus präsent sind, sei Flexo die einzige unmittelbare Anbindung des ländlich gelegenen Campus. Die zunehmenden Nutzungszahlen des Flexo vom Campus nach Salzgitter-Bad und Ringelheim würden dies belegen.

Nicht nur die Betriebskosten sehen


Volker Küch, geschäftsführender Präsident der Ostfalia Hochschule, betont, die Diskussion solle nicht allein auf die unmittelbaren Betriebskosten reduziert werden: „Eine gute ÖPNV-Anbindung ist eine Investition in die Zukunft, in Bildungsgerechtigkeit, in Fachkräftesicherung und spezifisch in Standortqualität.“ Die bisher bekannte Baustellenplanung im Schienennahverkehr belaste die zuverlässige Anbindung des Standortes an die Großräume sowieso. Wenn Studenten den Campus nicht zuverlässig erreichen könnten, entstünden langfristig deutlich höhere gesellschaftliche Kosten, etwa durch erschwerte Studienbedingungen, längere Studienzeiten oder eine geringere Attraktivität der Hochschule.

Die Ostfalia appelliert an die Verantwortlichen in Kommune und Region, gemeinsam eine tragfähige und vor allem langfristige Lösung für die ÖPNV-Anbindung der mit rund 1.800 Studenten und über 100 Beschäftigten am Standort Salzgitter größten Fakultät der Ostfalia zu sichern. Und danach sieht es ja auch aus. Der aktuelle Beschlussvorschlag der Stadt Salzgitter sieht vor, dass man das Projekt zur Not alleine stemmen wolle, wenn sich der Regionalverband Großraum Braunschweig wie angekündigt aus der Finanzierung zurückzieht. Der Rat entscheidet am kommenden Mittwoch.

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