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So viele Tagestouristen im Harz wie nie: Polizei spricht von bedenklicher Situation

Um den Zulauf einzudämmen musste die Polizei heute einzelne Straßen sperren.

von Julia Fricke


Die Tagestouristen parken teilweise an den Straßen. Die Parkplätze sind überfüllt.
Die Tagestouristen parken teilweise an den Straßen. Die Parkplätze sind überfüllt. Foto: aktuell24

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02.01.2021

Harz. Bereits in den letzten Tagen appellierte die Polizei an die Tagestouristen von Ausflügen in den Harz abzusehen. Es kam zu einem langen Rückstau auf der B4 zwischen Bad Harzburg in Richtung Torfhaus (regionalHeute.de berichtete). Auch, wenn es an Neujahr etwas ruhiger im Harz wurde, haben am heutigen Samstag abermals viele Menschen den Weg in den Schnee gesucht. Die Polizei musste bereits die B4 von Bad Harzburg in Richtung Torfhaus und die L504 von Altenhau in Richtung Torfhaus sperren, um den Zulauf einzudämmen.



Sie kommen in den Harz, weil es dort Schnee gibt. Bedenken aufgrund der Corona-Krise gebe es hierbei wenig, wie Besucher Andreas B. berichtet. "Man hat wenig Bedenken, weil wir den Abstand einhalten können und die Distanz haben", so der 40-Jährige optimistisch. Auch die Anreise sei für ihn kein Problem gewesen.


Schon sehr früh habe es am heutigen Samstag einen starken Zulauf von Tagestouristen auf der B4 in den Oberharz gegeben, wie Polizeisprecher Thorsten Ehlers berichtet. Wie in den vergangenen Tagen auch, seien sämtliche Kapazitäten schnell ausgeschöpft gewesen, weshalb es zu kilometerlangen Staus am Torfhausberg gekommen sei. "Das Problem ist für uns, dass wir die Rettungswege freihalten müssen", erklärt Ehlers. Umso mehr Tagestouristen rechts und links an den Straßen parken, umso schwieriger werde es für Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst, Feuerwehr oder Polizei durchzukommen. "Wir müssen die Leute ständig darauf aufmerksam machen, nicht in Seiten und Waldwegen zu parken und Rettungswege freizuhalten. Denn jeder kann betroffen sein", appelliert Ehlers an die Touristen. Die Polizei weise die Menschen außerdem auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes hin.

"Wir haben das jedes Jahr. Sowie es im Harz schneit kommen die Leute, um Spaß zu haben", so Ehlers weiter. Nur dieses Jahr sei eben alles etwas anders. "Die Leute bewegen sich wie sonst auch und das ist eine bedenkliche Situation." Abermals richtet die Polizei daher einen Appell an die Menschen sich verantwortungsbewusst zu verhalten und das Krankensystem nicht zu überlasten.


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