Braunschweig. Ende Juni war man in Braunschweig noch zuversichtlich, was den Erhalt des Karstadt-Kaufhauses in der Schuhstraße anging. Doch am heutigen Mittwoch gibt es schlechte Nachrichten. Nach übereinstimmenden Medienberichten, die sich alle auf eine dpa-Meldung berufen, hat die Warenhauskette Galeria, zu der Karstadt gehört, eine Liste mit Standorten veröffentlicht, die auf den Prüfstand sollen. Braunschweig ist mit dabei.
Deutschlandweit sind es 33 Standorte, die auf ihre Rentabilität geprüft werden sollen. Galeria wolle mit den Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln, mancherorts sei dies bereits im Gange. Sollten keine tragfähigen Lösungen erarbeitet werden, sei die Fortführung der jeweiligen Filiale gefährdet.
Zwei Standorte in Niedersachsen
In Niedersachsen stehen zwei Standorte auf der potenziellen Streichliste: Braunschweig und Oldenburg. Goslar ist offenbar nicht betroffen. Kriterien für die Auswahl seien laut Galeria unter anderem die Mietbelastung und die Ertragskraft gewesen.
Umzug möglich?
Alle Warenhäuser müssten demnach nachhaltig profitabel wirtschaften. Alle Filialen hätten diesbezüglich Optimierungspotenzial. Daher sollen auch an den übrigen 50 Standorten Gespräche mit Vermietern geführt werden. Parallel prüfe Galeria auch den Umzug in geeignetere Immobilien und Neueröffnungen.

