Stadtbezirksrat will freies WLAN im Östlichen Ringgebiet fördern

Mit Unterstützung des Projektes Freifunk sollen öffentliche Einrichtungen wie Pflegeeinrichtungen, Nachbarschaftshilfen, Kirchen oder Vereine bei der Bereitstellung von kostenlosem WLAN finanziell unterstützt werden.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: Anke Donner

Braunschweig. Der Stadtbezirksrat Östliches Ringgebiet soll die Ausweitung von kostenfreiem WLAN mittels Freifunk unterstützen. Das wird in einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von SPD, CDU, FDP und Grünen gefordert. Mit Hilfe des Projektes Freifunk sollen öffentliche Einrichtungen im Stadtbezirk wie Pflegeeinrichtungen, Nachbarschaftshilfen, Kirchen oder Vereine bei der Bereitstellung von kostenlosem WLAN finanziell unterstützt werden. Das Gremium entscheidet über den Antrag in seiner Sitzung am Donnerstag.


Laut Antrag soll der Stadtbezirksrat hierfür 1.000 Euro aus seinen bezirklichen Mitteln zur Verfügung stellen. Pro Einrichtung soll maximal ein Zuschuss in Höhe von 100 Euro genehmigt werden. Ein formloser Antrag nach Installation des WLAN-Routers reiche aus. Die Genehmigung erfolge über den Stadtbezirksrat. Allerdings gibt es einige Voraussetzungen zu erfüllen, um die Förderung zu erhalten. So müsse das System auf dem Freifunk Braunschweig beruhen. Außerdem müssen die Standorte öffentliche Einrichtungen im Stadtbezirk Östliches Ringgebiet sein. Die Freigabe des WLANs müsse zudem auch im Außenbereich der Einrichtung gelten.

Freifunk übernimmt Prüfung und Installation


Das Projekt Freifunk sei dem Stadtbezirksrat bereits im März 2019 vorgestellt worden. Bei Freifunk Braunschweig handele es sich um ein Netzwerk in Bürgerhand, welches kostenlos und diskriminierungsfrei zur Verfügung stehe und einen einfach gehaltenen Zugang zum Internet biete (regionalHeute.de berichtete). Laut Antragsbegründung übernimmt Freifunk kostenlos im Vorfeld die Begehung und Prüfung für eine Installation, die Einweisung sowie dann auch den technischen Einbau des WLAN-Routers (Stromquelle und Internetzugang müssen vorhanden sein). Lediglich die Kosten für den WLAN-Router müssten übernommen werden. Diese würden zirka 100 Euro betragen.

In diesem Jahr habe Freifunk den Arbeitskreis „Älter werden im Stadtbezirk 120“ über die Nutzung von freiem WLAN über das regionale Datennetz informiert. Die Mitglieder des Arbeitskreises hätten großes Interesse daran gezeigt, Freifunk zu nutzen und WLAN-Router in Versammlungsräumen in ihren Einrichtungen einzurichten, um den Nutzern ihrer Einrichtungen einen kostenlosen und barrierefreien Zugang zum Internet zu ermöglichen, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Voraussetzungen für die digitale Teilhabe besonders älterer Menschen sei noch nicht überall gegeben, nicht alle Pflegeeinrichtungen seien mit kostenlosem WLAN für ihre Bewohner und Gäste ausgestattet. Zudem hätten viele ältere Menschen in der Zeit der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen erkannt, welche Möglichkeiten digitale Kommunikations- und Informationstechnologien ihnen bieten.


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