Stimmung in Chemieindustrie verschlechtert

Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie hat sich im Oktober verschlechtert.

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Verladebahnhof (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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München. Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie hat sich im Oktober verschlechtert. Der Index fiel auf -5,9 Punkte, nach +3,0 Punkten im September, wie das Ifo-Institut am Dienstag mitteilte.


Die Chemieunternehmen bewerten dabei ihre aktuelle Geschäftslage weniger positiv. Der Indikator sank auf 2,4 Punkte, nach 7,5 Punkten im September. Vor allem ihre Geschäftserwartungen verschlechterten sich deutlich auf -13,8 Punkte, nach -1,5 Punkten. "Umstrukturierungen und Standortschließungen in der Chemie bereiten den Unternehmen Sorgen", sagte Ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Dennoch gibt es auch Lichtblicke in der Branche: Die Nachfrage hat gegenüber September zugenommen, und die Neuaufträge sind angestiegen. Die Unternehmen wollen deshalb ihre Produktion ausweiten und planen die Preise weiter zu erhöhen. Sie konnten ihre Kapazitäten deutlich besser auslasten, nämlich zu 76,6 Prozent, nach 73,4 Prozent im Vorquartal.

Dabei kommen die Aufträge im Oktober vor allem aus dem inländischen Verarbeitenden Gewerbe, während sich das Auslandsgeschäft schwächer entwickelte. Zwar bewerten die Chemieunternehmen ihre Ertragslage weniger negativ als in der ersten Jahreshälfte, dennoch planen sie infolge notwendiger Umstrukturierungen einen weiteren Personalabbau. "An der grundlegend angespannten Wettbewerbssituation im Inland als auch gegenüber dem Ausland hat sich wenig geändert", sagte Wolf.