Region. Neues aus dem Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB): Zum Jahresbeginn 2027 ändern sich die Preise. Im Frühjahr kommt es dann zur Zusammenlegung einiger Tarifzonen. Das berichtet der VRB in einer Pressemitteilung.
Gute Nachrichten für zahlreiche ÖPNV-Nutzer in den Landkreisen Goslar, Helmstedt und Wolfenbüttel: Im Frühjahr 2027 werden einige Tarifzonen zusammengelegt, sodass Fahrgäste in einem größeren Gebiet mit dem Stadttarif beziehungsweise der Preisstufe 1 unterwegs sind und damit günstiger fahren als bisher. Das hat die Gesellschafterversammlung des VRB beschlossen. Gesellschafter sind der ÖPNV-Aufgabenträger Regionalverband Großraum Braunschweig und die in der Region fahrenden Verkehrsunternehmen.
An Gemeindegrenzen orientiert
„Die neuen Tarifzonen orientieren sich mehr an den heutigen Gemeindegrenzen und damit an dem Alltag der Menschen vor Ort.“ erklärt Ralf Sygusch, Verbandsdirektor des Regionalverbands und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung. „Und: Die neuen Tarifzonen sind jetzt vergleichbar mit den anderen Zonen in der Region. Fahrgäste zahlen für eine Busfahrt im Landkreis Helmstedt nun dasselbe wie für eine vergleichbare Strecke im Landkreis Gifhorn. Damit setzen wir einen lang gehegten Wunsch der Politik um.“
Die Stadt Goslar ist dann beispielsweise eine Tarifzone ebenso wie die Stadt Langelsheim. Durch die Zusammenlegung von Tarifzonen werden aus jetzt 48 Zonen zukünftig 37 Zonen. Bis zum 1. April 2027 will der VRB die notwendigen vertrieblichen und technischen Voraussetzungen schaffen.
Knapp 4 Prozent Preissteigerung
Auch für die Ticketpreise für 2027 fasste die Gesellschafterversammlung einen Beschluss. Insgesamt werden die Ticketpreise für Bus und Bahn in der Region zum 1. Januar im Durchschnitt um knapp 4 Prozent erhöht. Einige Tickets ändern sich preislich nicht oder werden sogar günstiger.
In Preisstufe 1 bleibt der Preis für eine Einzelfahrkarte bei 3,90 Euro, in Preisstufe 4 wird die Einzelfahrt günstiger (von 12,30 auf 11,90 Euro). Wer also im nächsten Jahr mit einer Einzelfahrkarte im gesamten VRB-Gebiet unterwegs ist, zahlt weniger. Gleiches gilt für die Tageskarte: Sie bleibt in Preisstufe 1 stabil bei 7,80 Euro und kostet für das gesamte Verbundgebiet 23,80 statt 24,60 Euro. Die Kurzstreckentickets bleiben mit 2,00 Euro in allen Preisstufen konstant.
Anhebung der Ticketpreise
Der VRB erhöhe die Ticketpreise in diesem Jahr deutlich weniger als im Vorjahr und bleibe damit auch im regionalen Vergleich unter dem Schnitt anderer Verbünde. Ganz ohne Anpassung gehe es jedoch nicht: „Die Kosten und Ausgaben bei den Verkehrsunternehmen für Personal, Energie und Treibstoff steigen deutlich. Wir kommen deshalb nicht umhin, eine Anhebung der Ticketpreise vorzunehmen“, erklärt VRB-Geschäftsführer Stefan Bartels.
Etwas teurer werden 6er-Mehrfahrtenkarten: Sie steigen in Preisstufe 1 um 50 Cent von 19,50 auf 20,00 Euro und in Preisstufe 4 um 1,30 von 61,50 auf 62,80 Euro. Der Preis für die verbundweit gültige Schüler-Monatskarte steigt im Jahr 2027 erstmalig seit 2020 von 30,00 auf 32,00 Euro. Wer allerdings ein Jahresabo für dieses Ticket abschließt, bekommt das Ticket weiterhin zum Preis von 30,00 Euro pro Monat.
Auch der Preis des Deutschlandtickets steigt nach Beschluss der Verkehrsministerkonferenz zum 1. Januar von 63,00 auf 66,80 Euro pro Monat. Das vergünstigte Deutschlandticket Job liegt dann nach Abzug des Arbeitgeberzuschusses bei maximal 46,76 Euro pro Monat. Alle Infos zu den Preisen, Tickets und Tarifbestimmungen unter www.vrb-online.de.


