Sie sind hier: Region >

Strengere Feinstaubregeln - Das Aus für alte Kaminöfen



Braunschweig | Gifhorn | Goslar | Helmstedt | Peine | Salzgitter | Wolfenbüttel | Wolfsburg

Strengere Feinstaubregeln - Das Aus für alte Kaminöfen

Zwischen 1985 und 1994 eingebaute Öfen müssen ab dem 31. Dezember mit Feinstaubfiltern nachgerüstet, komplett ausgetauscht oder stillgelegt werden.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Pixabay

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Region. Alte Kaminöfen geben neben Wärme auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab. Neue Feuerstätten verbrennen deutlich effizienter. Somit sparen sie Brennholz und produzieren weniger Feinstaub. Öfen, die vor 1995 eingebaut wurden, müssen ab 2021 mit Feinstaubfiltern nachgerüstet, komplett ausgetauscht oder stillgelegt werden. Dies teilt die Verbraucherzentrale Niedersachsen mit.



Für ältere Anlagen gelte diese Vorgabe schon länger. Je nach Luftqualität könnten Gemeinden und Kommunen auch ein generelles Betriebsverbot für Feuerstätten aussprechen. „Wer über eine Neuanschaffung nachdenkt, sollte auf eine gute Energieeffizienz achten“, sagt Ulrike Kupka, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Sparsame Kaminöfen würden die Energieeffizienz-klasse A+, die effizientesten Pelletöfen sogar A++ erreichen.

So kann die Feinstaubemission reduziert werden



Um die Feinstaubemission zu reduzieren, sollte nur unbehandeltes, gut abgelagertes, trockenes Brennholz verwendet werden. Ebenso wichtig sei es einen geeigneten Anzünder zu verwenden und auf sehr hohe Raumtemperaturen zu verzichten. Werde Holz als Brennstoff für eine komplette Heizanlage verwendet, würden sich Holzpellets am besten eignen, denn sie würden erheblich weniger Feinstaubemissionen erzeugen. Außerdem würden Holzpellet-Anlagen mit bis zu 45 Prozent Zuschüssen gefördert werden.

Mit Brennholz zu heizen, sei häufig teurer als gedacht. Der Brennstoff sei zwar meist preiswerter als Erdgas oder Heizöl. Kamine und Öfen hätten aber oft höhere Wärmeverluste, da sie den Brennstoff schlechter ausnutzen. Ob es sich lohne, eine Holzfeuerstätte an das zentrale Heizungsnetz anzuschließen, könnten die Energieberater der Verbraucherzentrale beantworten. Sie würden auch Tipps zum Einbau und zur optimalen Nutzung einer Holzfeuerstätte geben.

Wer Fragen zum Heizen mit Kaminöfen hat, könne sich an die Energieberatung der Verbraucherzentrale wenden. Termine könnten unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 - 809 802 400 vereinbart werden. Weitere Informationen gebe es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de


zur Startseite