Peine. Mit dem Abschluss des diesjährigen Peiner Freischießens am gestrigen Dienstag endet für die DRK-Bereitschaft Peine einer der größten und personalintensivsten Sanitätswachdienste des Jahres. An fünf Veranstaltungstagen sorgten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte rund um die Uhr für die medizinische Absicherung des traditionsreichen Volksfestes – mit einer durchweg positiven Bilanz, wie es in einer Pressemitteilung des DRK heißt.
Insgesamt wurden während des Freischießens 98 medizinische Versorgungen durchgeführt. Davon machten 48 Fälle (49 Prozent) lediglich eine minimale medizinische Versorgung erforderlich. Darüber hinaus behandelten die Einsatzkräfte unter anderem Prellungen und Frakturverdachte, Kreislaufstörungen, Platz-, Schürf- und Risswunden sowie alkoholbedingte Notfälle. Auch zwei Herz-Kreislauf-Notfälle und ein Atemnotfall habe man professionell versorgen können.
Achtmal ins Klinikum
In acht Fällen war eine weiterführende Behandlung im Klinikum Peine notwendig. Die Transportquote lag damit bei lediglich 8,2 Prozent aller Versorgungen.
Den einsatzstärksten Zeitraum stellte erneut die Freitagnacht dar. In dieser Schicht mussten die Einsatzkräfte allein 30 Versorgungen durchführen, darunter auch drei Transporte ins Klinikum. Dies lässt sich aber auf den sehr hohen Besucherandrang durch das Feuerwerk zurückführen.
Über 800 Stunden
Für die sanitätsdienstliche Absicherung waren an den zehn Schichten insgesamt zahlreiche ehrenamtliche Einsatzkräfte im Einsatz. Zusammen leisteten sie 802 Einsatzkräftestunden – rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Die zusätzliche Personalstärke sorgte für eine hohe Präsenz auf dem Festgelände, kurze Anfahrts- und Reaktionszeiten sowie eine jederzeit leistungsfähige medizinische Versorgung der Besucherinnen und Besucher.
Im direkten Vergleich zum Vorjahr zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung: Während 2025 noch 108 Versorgungen und 18 Transporte verzeichnet wurden, sank die Zahl der Versorgungen in diesem Jahr auf 98 und die Transporte sogar deutlich auf 8. Dies entspricht einem Rückgang der Transporte um mehr als 55 Prozent.
Trotz der höheren Personalpräsenz verlief das Einsatzgeschehen insgesamt ruhiger und entspannter als im vergangenen Jahr. Ein Sanitätswachdienst dieser Größenordnung sei nur durch das Engagement vieler Ehrenamtlicher möglich, so das DRK. Neben den Besatzungen der Rettungsmittel waren Einsatzkräfte in der Unfallhilfsstelle, auf Fußstreifen über das gesamte Veranstaltungsgelände sowie in der Einsatzführung tätig. Von dort aus wurden sämtliche Einsätze koordiniert, dokumentiert und die Zusammenarbeit mit den beteiligten Organisationen sichergestellt.
Besonders hervorzuheben sei erneut die hervorragende Zusammenarbeit mit der Polizei, der Feuerwehr, dem Veranstalter sowie allen weiteren beteiligten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Der regelmäßige Austausch und die vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichten eine schnelle und professionelle Bewältigung aller Einsatzlagen und trugen maßgeblich zu einem sicheren Verlauf des Peiner Freischießens bei.
Die DRK-Bereitschaft Peine bedankt sich ausdrücklich bei allen ehrenamtlichen Einsatzkräften, die mit großem Engagement, hoher Fachkompetenz und viel persönlichem Einsatz zum Gelingen dieses Sanitätswachdienstes beigetragen haben. Ebenso gilt der Dank allen Partnerorganisationen sowie den Besucherinnen und Besuchern des Peiner Freischießens für den respektvollen Umgang mit den Einsatzkräften.
"Das Peiner Freischießen 2026 verlief aus Sicht des Sanitätsdienstes erfolgreich und insgesamt ruhig. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten und des großen Engagements unserer ehrenamtlichen Einsatzkräfte konnten die Besucherinnen und Besucher an allen Veranstaltungstagen auf eine schnelle und professionelle medizinische Versorgung vertrauen", so das Fazit des DRK.





