Wolfsburg. Die Stadt Wolfsburg treibt die Entwicklung des Bebauungsplans Fuhrenkamp im Ortsteil Vorsfelde weiter voran. Der Rat der Stadt soll nun über die Zustimmung zum Entwurf des Bebauungsplans sowie über die öffentliche Auslegung entscheiden. Ziel der Planung ist es, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein neues Wohnquartier mit hohem Freiraumbezug zu schaffen und gleichzeitig bestehende Wohnnutzungen in den bisherigen Garten- und Wochenendhausgebieten zu ermöglichen.
Das Plangebiet umfasst neben bestehenden Gartenanlagen und Wochenendhäusern auch bislang landwirtschaftlich genutzte Flächen. Mit dem Bebauungsplan verfolge die Stadt das Ziel, die unterschiedlichen Nutzungen städtebaulich zu ordnen und behutsam weiterzuentwickeln. Dabei soll der stark durchgrünte Charakter des Quartiers erhalten bleiben.
Vorzüge kombiniert
„Mit dem Bebauungsplan kommen wir unserem Ziel – im Fuhrenkamp Baurecht zu schaffen – ein großes Stück näher. Dabei enthalten unsere Planungen das, was wir uns von Anfang an vorgenommen haben: Die Vorzüge von Gartenanlagen mit denen eines Wohngebietes zu kombinieren. Wir haben es hier geschafft, ein nicht einfach zu beplanendes Gebiet mit passendem Baurecht zu versehen. Mein Dank gilt insbesondere den Kolleginnen und Kollegen in den Fachämtern“, hebt Oberbürgermeister Dennis Weilmann hervor.
„Eine besondere Herausforderung in der Planung sind die örtlichen Bodenverhältnisse. Hohe Grundwasserstände und anspruchsvoller Entwässerungsbedingungen machen es notwendig, die Versiegelung im gesamten Gebiet möglichst gering zu halten. Auch deswegen sind Festsetzungen zu Mindestgrundstücksgrößen notwendig, für die wir bereits im Mai einen separaten Grundsatzbeschluss vorbereitet haben“, ergänzt Kai-Uwe Hischheide, Erster Stadtrat und Stadtbaurat.
Hier entstehen Wohngebiete
Geplant sei unter anderem die Umwandlung der bestehenden Gartenanlagen Birkenheide, Heidkämpe und Heidkämpe Süd in Wohngebiete. Viele der bereits vorhandenen Wohngebäude sollen dadurch planungsrechtlich abgesichert werden. Gleichzeitig sehe die Planung maßvolle Vorgaben für die zukünftige Bebauung vor. Für bestehende Wohngebiete seien unter anderem eine maximale Grundfläche sowie überwiegend ein Vollgeschoss vorgesehen. In den Neubauflächen seien überwiegend Einfamilien- und Doppelhäuser geplant, ergänzt durch Reihen- und Mehrfamilienhäuser.
Viele Eigentümer für Umwidmung
Bereits 2023 wurde bei den Eigentümern im Fuhrenkamp die Bereitschaft zur Umwidmung des Gartenlandes in Bauland abgefragt. Für die Teilbereiche Birkenheide (74 Prozent), Heidkämpe (90 Prozent) und Heidkämpe Süd (73 Prozent) stimmte laut Verwaltung die deutliche Mehrheit der Eigentümer für eine Umwidmung. Da im Teilbereich Tannenhein nur eine Zustimmungsquote von 54 Prozent erreicht worden sei, wurde die Umwidmung dort nicht weiterverfolgt. Insgesamt erstreckt sich der Fuhrenkamp über 72 Hektar.

