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Weit über 1.000 Menschen demonstrierten gegen den AfD-Parteitag

Braunschweig dürfe nicht zum Mekka der AfD-Anhänger werden, forderte Udo Sommerfeld vom Bündnis gegen Rechts. Der Parteitag sei eine Propagandaveranstaltung gegen die Demokratie.

von Alexander Dontscheff


Nichts ging mehr auf der Kreuzung Madamenweg/Altstadtring. Foto: Alexander Dontscheff

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12.09.2020

Braunschweig. An diesem Wochenende findet der Landesparteitag der AfD Niedersachsen in der Milleniumhalle statt. Dagegen protestierten am heutigen Samstag weit mehr als 1.000 Menschen. Bei Straßenblockaden kam es dabei auch zu vereinzelten gewaltsamen Zwischenfällen (regionalHeute.de berichtete). Die Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts vor der Milleniumhalle sowie ein Demonstrationszug vom Madamenweg in die Innenstadt verliefen aber friedlich.


Schon um acht Uhr morgens starteten die Proteste rund um die Milleniumhalle. Dabei wurden auf Zufahrtstraßen Blockaden errichtet. Auf der Hauptkundgebung am Madamenweg sprach Ratsherr Udo Sommerfeld für das Bündnis zu den Motiven der Veranstaltung. Man wolle der AfD zeigen, dass sie hier nicht willkommen sei. Angesichts der Tatsache, dass es noch nicht einmal ein Jahr her sei, dass der Bundesparteitag der AfD in Braunschweig stattgefunden habe, müsse die Stadt alles dagegen unternehmen, dass Braunschweig zum Mekka für AfD-Anhänger werde. Den Medienberichten, die bei der anstehenden Wahl eines neuen AfD-Landesvorsitzenden von einer Richtungsentscheidung sprechen würden, widersprach der Linken-Politiker. Alle Kandidaten hätten bewiesen, dass sie rassistisch seien. Der Parteitag sei eine reine Propagandaveranstaltung gegen die Demokratie, so Sommerfeld.


Udo Sommerfeld sprach auf der Kundgebung. Foto: Alexander Dontscheff


Nach weiteren Rednern und musikalischer Unterhaltung durch die Band Wolkenkratzer aus Helmstedt sammelten sich alle Protestler zu einem Demonstrationszug, der nach Angaben der Polizei weit mehr als tausend Teilnehmer hatte. Das Bündnis gegen Rechts berichtet sogar von 4.000 Teilnehmern bei der Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz. Hierfür sei sogar eine kurzfristige Sperrung des Bohlwegs und die zeitweise Stilllegung des Fahrbetriebs der Straßenbahn nötig gewesen.


Der Demonstrationszug setzte sich in Bewegung. Foto: Alexander Dontscheff


Auch an einem Protestmarsch des Kunst- und Kulturvereins Braunschweig nahmen am Nachmittag mehrere hundert Menschen teil, berichtete die Polizei auf Anfrage. Das Bündnis gegen Rechts spricht von 1.000 Teilnehmern.


Der Zugang zur Milleniumhalle war gut bewacht. Foto: Alexander Dontscheff



Wie hier in der Emsstraße kam es zu mehreren Straßenblockaden. Diese wurde friedlich aufgelöst. Foto: Alexander Dontscheff



Vor der Zufahrt zur Milleniumhalle fand die Hauptkundgebung des Bündnisses gegen Rechts statt. Foto: Alexander Dontscheff



Durch die Abstandsregel zog sich der Demonstrationszug besonders in die Länge. Foto: Alexander Dontscheff



Hungern mussten die Protestler nicht. Foto: Alexander Dontscheff



Neben politischen Parteien... Foto: Alexander Dontscheff


... bezogen auch Unternehmen Position. Foto: Alexander Dontscheff


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