Acht neue Einsatzfahrzeuge: Diese Feuerwehren wurden ausgestattet

Die Stadt hat bei einer gemeinsamen Feierstunde die neuen Fahrzeuge offiziell in Dienst gestellt.

Die Ortsbrandmeister nach der Schlüsselübergabe.
Die Ortsbrandmeister nach der Schlüsselübergabe. | Foto: Stadt Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel. Bei einer Feierstunde auf dem Schlossplatz wurden jetzt insgesamt acht Einsatzfahrzeuge im Beisein zahlreicher Feuerwehrangehöriger sowie Vertretern aus Rat, Verwaltung und Kreisfeuerwehr offiziell in Dienst gestellt. Das berichtet die Wolfenbütteler Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Demnach stelle eine gemeinsame Übergabe in dieser Größenordnung eine Premiere für die Lessingstadt dar und bilde einen zentralen Meilenstein bei der schrittweisen Umsetzung des städtischen Feuerwehrbedarfsplans.



Die Neuanschaffungen decken ein breites Einsatzspektrum ab und kommen verschiedenen Ortsfeuerwehren im Stadtgebiet zugute. Für Einsätze zur Brandbekämpfung und zur schweren technischen Hilfeleistung stehen zwei neue Hilfeleistungslöschfahrzeuge auf MAN-Fahrgestellen bereit: Die Ortsfeuerwehr Wolfenbüttel übernimmt ein Fahrzeug mit feuerwehrtechnischem Aufbau des Herstellers Lendner, während die Ortsfeuerwehr Groß Stöckheim mit einem Aufbau der Firma Rosenbauer ausgestattet wurde. Ergänzend dazu stärkt ein neues Tanklöschfahrzeug des Typs TLF 3000 auf MAN-Basis die Löschwasserversorgung bei der Ortsfeuerwehr Linden.

Vier Mannschaftstransportwagen für vier Wolfenbütteler Feuerwehren


Für logistische Aufgaben, den Mannschaftstransport sowie die Nachwuchsarbeit wurden zudem vier Mannschaftstransportwagen vom Typ Volkswagen T6 beschafft. Die Fahrzeuge dienten zuvor den Feldjägern der Bundeswehr und konnten im Rahmen einer wirtschaftlichen Lösung zeitnah und kostengünstig für die Ortsfeuerwehren in Adersheim, Ahlum, Halchter und Salzdahlum erworben werden.


Einen besonderen Schwerpunkt bildete der Ersatz der bisherigen Drehleiter. Da das Vorgängermodell technisch überaltert war und die Zuverlässigkeit bei Menschenrettungen aus Höhen gefährdet schien, griff die Stadt auf ein Vorführfahrzeug des Herstellers Rosenbauer zurück. Um das sofort verfügbare Hubrettungsfahrzeug zu sichern, stimmten Politik und Verwaltung in einem beschleunigten Verfahren ab. Unmittelbar nach der Zustimmung durch den Rat der Stadt wurde der Kaufvertrag gezeichnet, wodurch lange Lieferzeiten vermieden und der zweite Rettungsweg nahtlos sichergestellt werden konnten.

Stadtbrandmeister Olaf Glaeske bedankte sich bei Rat und Verwaltung für die zügige Umsetzung. Die neuen Fahrzeuge steigerten die Schlagkraft der Wehren spürbar und seien ein greifbares Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte. Kreisbrandmeister Florian Graf unterstrich in seinem Grußwort, dass die Investitionen der Stadt auch auf Landkreisebene eine wichtige Rolle spielen. Die modernen Fahrzeuge werden fest in die Fachzüge und überörtlichen Verbände der Kreisfeuerwehrbereitschaft eingebunden, was die Leistungsfähigkeit des Katastrophenschutzes im gesamten Landkreis Wolfenbüttel erhöht.

Öffentliche Versicherung engagiert sich für den kommunalen Brandschutz


Flankiert wird die Anschaffung der Fahrzeuge durch die Öffentliche Versicherung Braunschweig. Regionaldirektor Uwe Czerner und Mathias Hahn übergaben im Rahmen der Feierstunde einen Förderscheck in Höhe von knapp 21.000 Euro an die Stadt Wolfenbüttel. Czerner verwies dabei auf die tiefen historischen Wurzeln des Unternehmens, das vor mehreren hundert Jahren nach einem verheerenden Großbrand im benachbarten Schöppenstedt gegründet worden war. Aus dieser Entstehungsgeschichte leite das Haus bis heute eine besondere Verantwortung für den Brandschutz und das Rettungswesen in der Region ab. Die Förderung soll dazu beitragen, Schadensereignisse nicht nur finanziell abzusichern, sondern den Einsatzkräften vor Ort die bestmöglichen Arbeitsbedingungen für Rettungseinsätze aller Art zu bieten.

Mathias Hahn hob zudem das Selbstverständnis des öffentlich-rechtlichen Versicherers hervor. Als regional verankertes Unternehmen sei es der Auftrag der Versicherung, erwirtschaftete Mittel wieder gezielt in das Gemeinwesen vor Ort fließen zu lassen, anstatt sie an externe Aktionäre auszuschütten. Der Respekt vor dem freiwilligen Einsatz der Kameradinnen und Kameraden sei der eigentliche Antrieb für die kontinuierliche finanzielle Unterstützung der kommunalen Wehren.

Bürgermeister Lukanic betont enge Zusammenarbeit und Investitionsvolumen


Bürgermeister Ivica Lukanic hob in seiner Rede das partnerschaftliche Zusammenspiel aller Beteiligten hervor. Die Beschaffung der Fahrzeuge sei ein Gemeinschaftswerk: Die Ehrenamtlichen der Feuerwehr hatten die detaillierten Konzepte selbst erarbeitet, direkt mit den Herstellern abgestimmt und gemeinsam mit der Verwaltung in die Ausschreibungen überführt.

Zugleich betonte der Bürgermeister die Entschlossenheit der Wolfenbütteler Kommunalpolitik, notwendige Maßnahmen schnell und unbürokratisch umzusetzen. Allein die acht auf dem Schlossplatz präsentierten Fahrzeuge repräsentieren ein Investitionsvolumen von rund 2,5 Millionen Euro über die vergangenen fünf Jahre. Diese Summe sei jedoch nur ein Teil der langfristigen Gesamtstrategie für den Brand- und Katastrophenschutz: Parallel dazu investiert die Stadt intensiv in die bauliche Infrastruktur der Wehren. So wurden für die Neubauten der Feuerwehrgerätehäuser in Halchter bereits 4,5 Millionen Euro und in Wendessen seit Baubeginn schon rund eine Million Euro investiert; und der Neubau in Salzdahlum folge.

Mit dem Startschuss des Feuerwehrbedarfsplans im Jahr 2018 habe die Stadt eine strukturierte Modernisierung begonnen. Diese positive Entwicklung werde mit der anstehenden Fortschreibung des Plans in den kommenden Jahren konsequent weiterverfolgt, um die Sicherheit der Bevölkerung sowie den Schutz der Feuerwehrleute im Einsatz dauerhaft zu gewährleisten.