ASSE 2 und Fracking: Veltheimer Rat verabschiedet zwei Resolutionen



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[image=46696]In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat der Gemeinde Veltheim (Ohe) zwei Resolutionen verabschiedet. Diese betreffen das geplante Fracking und die Rückholung des Atommülls aus der Asse.

Die Mitglieder des Veltheimer Rates haben sich einvernehmlich positioniert. Mit Nachdruck lehnen sie das Fracking-Verfahren zur Erdgasgewinnung beziehungsweise –förderung ab. Der Einsatz wassergefährlicher chemischer Substanzen für die Gewinnung von Erdgas sei nicht hinnehmbar. Dabei spiele es keine Rolle, ob es um den Einsatz in, an oder abseits von Wasserschutzgebieten gehe. Der Rat der Gemeinde Veltheim (Ohe) fordert die niedersächsische Landesregierung u. a. auf,  das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) anzuweisen, dass bei der Erdgasförderung umstrittene Fracking- Verfahren bis auf weiteres – sowohl im Bezug auf der Erlaubnis zur Aufsuchung von Erdgaslagerstätten als auch deren Förderungsbewilligung – auszusetzen und entsprechende Anträge im Hinblick auf das öffentliche Interesse abzulehnen.

Eine umfangreiche Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, die auch die lückenlose Information über die verwendeten Stoffe sowie die möglichen Risiken beinhaltet, sei zu gewährleisten. Weiter solle eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt werden.

Auch die aktuelle Situation um das marode Atommülllager Asse II nimmt der Rat mit großer Sorge zur Kenntnis. In der Resolution hierzu heißt es, der Rat teile die Befürchtung vieler Einwohnerinnen und Einwohner. Eine der größten Umweltsünden in Deutschland läge direkt vor der Haustür.

Die Atommülllagerung in der Asse sei das Resultat eines wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Versagens in den letzten 50 Jahren. Daher müsse alles dafür getan werden, die derzeitige Situation für die Bevölkerung und für nachfolgende Generationen zu verbessern. Aus diesem Grund fordere der Rat  mit Nachdruck die Rückholung des Atommülls und der chemotoxischen Stoffe aus der Asse. Hinsichtlich der Langzeitsicherheit gäbe es keine Alternative.

Der Veltheimer Rat ist sich einig darüber, dass die Abläufe für die Rückholung des Atommülls aus der Asse zu beschleunigt werden müssen, da jederzeit die Gefahr eines unkontrollierten Laugenzutritts bestünde. Auch Sicht der Ratsmitglieder seien weitere Zeitverluste nicht mehr verantwortbar. Die eindringliche Forderung im Namen der Gemeinde Veltheim laute daher: „Jetzt muss mit aller Kraft und optimalen Projektmanagement gehandelt werden!“