Wolfenbüttel. Auch in Wolfenbüttel wurden die jüdischen Bürgerinnen und Bürger Opfer des nationalsozialistischen Terrors, einige konnten entkommen, viele wurden deportiert. Sie starben wegen der unmenschlichen Lebensbedingungen oder wurden ermordet. Nur einige wenige kehrten nach 1945 nach Wolfenbüttel zurück, aber eine willkommene Heimkehr erlebten sie nicht. Daraufhin verließen sie Wolfenbüttel erneut. Das Schicksal nach Wolfenbüttel zurückgekehrter Juden und der Umgang mit Erinnerung in Wolfenbüttel nach 1945 wird an konkreten Einzelfällen aufgezeigt.
Jürgen Kumlehn wird in seinem Vortrag über das Schicksal von Ken Berger berichten, der als amerikanischer Soldat nach Wolfenbüttel zurückkehrte; über Hendryk Retkinski, nach 1945 Vorsitzender der damals nur aus wenigen Mitgliedern bestehenden jüdischen Gemeinde in Wolfenbüttel, seiner Frau Estera, sowie Jakob Retkinski, dem ersten nach 1945 in Wolfenbüttel geborenen jüdischen Kind. Schließlich wird er vom Schicksal Werner Ilbergs berichten, der sich aufgrund seiner Herkunft, seiner politischen Überzeugungen und als nach Deutschland zurückgekehrter Jude, zwischen allen Stühlen wiederfand.
Termin: Mittwoch, 17. Juni 2015, 19.30 Uhr
Ort: Stadtbücherei, Bahnhof 1, 38100 Wolfenbüttel
Gebühr: Der Vortrag ist kostenfrei.
Nähere Auskunft erteilt die Evangelische Erwachsenenbildung, Dietrich-Bonhoeffer-Str. 1, 38300 Wolfenbüttel, Tel.: 05331 802 543, Fax: 05331 802 714, E-mail: eeb.braunschweig@evlka.de
BlickWechsel-Vortrag: Wolfenbütteler Juden nach 1945
Jürgen Kumlehn wird in seinem Vortrag über das Schicksal von Wolfenbütteler Juden nach 1945 berichten. Foto: privat | Foto: privat
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