Blues und Bodenhaftung: Andreas Kümmert auf der Bluenote-Bühne

von Thorsten Raedlein



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Wolfenbüttel. Auf seinen Auftritt haben die Wolfenbütteler lange warten müssen. Für das letzte Jahr geplant, nun endlich umgesetzt: Andreas Kümmert begeisterte auf der Bluenote-Bühne die Zuhörer in der Kommisse. Mit 200 Gästen war diese ausverkauft.

Als Sieger von “The Voice of Germany” begeisterte Andreas Kümmert Millionen. Gleichzeitig zerschmetterte er die herrschende Vorstellung dessen, was ein Popstar zu tun und zu sein hat. 2014 hat der 27-Jährige aus Gemünden am Main das bislang wichtigste Album seiner Karriere aufgenommen. “Here I Am” ist geschult am Blues, Rock und Soul einer längst vergangenen Zeit – und getragen von einer tatsächlich einzigartigen Stimme.

Stilistisch hat er sich von seinen musikalischen Anfängen freilich längst entfernt: An die Stelle von trotzigem Punk in den jungen Jahren sind tiefe Blues-Balladen getreten, erdiger Rock‘n’Roll und spiritueller Soul. Aber die Attitüde ist die gleiche geblieben. Andreas Kümmert schwimmt gegen den Strom – und reißt seine Hörer mit der Kraft seiner fast unwirklich eindringlichen Stimme mit.

“Voice” hin, Hits her: Andreas Kümmert ist sich treu geblieben. Er hatte eine Karriere vor dem Fernsehen und er wird auch danach eine haben. Es mag wie ein Klischee klingen, aber ihm ging es tatsächlich nie um Ruhm, sondern stets nur um die Musik. Und die produzierte er in Wolfenbüttel gemeinsam mit Tobias Niederhausen handgemacht mit seiner Gitarre und natürlich seiner markanten Stimme. Rund eineinhalb Stunden vor seinem Auftritt ist er in Wolfenbüttel angekommen. Tags zuvor hatte er noch einen Auftritt in Süddeutschland und nach Wolfenbüttel geht es wieder zurück nach "unten". Am Samstag steht er in Erlangen auf der Bühne. Am 5. März ist er wieder in unserer Region zu Gast. Dann steht er in Hannover beim nationalen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest auf der Bühne.