Braunschweig. Hans Kolmsee, Vortragender zum „Schwarzen Herzog“, hat am letzten Dienstag im Braunschweigischen Landesmuseum seine Präsentation beendet und die schwierige Aufgabenstellung unter dem Arbeitstitel „Neue Perspektiven auf Friedrich Wilhelm“ gemeistert, heißt es in einem Bericht von Andreas Meißler vom Herzoglich-Braunschweigischen-Feldcorps.
Vorausgegangen waren rund einjährige Recherchen nationaler und internationaler Quellen, mit denen die bisherigen Lücken im Lebenslauf des „Heldenherzogs“ geschlossen werden konnten und das vor allem im Hinblick auf den nationalen und europäischen Kontext. Kolmsee veranschaulicht in seinem 75-minütigen Vortrag nicht nur Friedrich Wilhelm, ausgehend von frühester Jugend bis hin zu seiner Zeit als Regent, stets im Widerspruch zu seiner eigenen Person, sondern auch den Epochen von Veränderung und des radikalen Umbruchs, erklärt Andreas Meißler. Die Schaffung von Verbindungen historischer Begebenheiten und Persönlichkeiten aus Militär, Gesellschaft und Politik zeigten dabei dem Publikum „erlebbare Geschichte“ aus der Zeit vor zweihundert Jahren. Deutlichkeit und Transparenz, einhergehend mit persönlichen Zitaten von Zeitgenossen, schufen ein klares und gut nachvollziehbares Persönlichkeitsbild, so Andreas Meißler.
Frau Dr. Angela Klein aus dem Museum moderierte abschließend die Fragerunde der interessierten Zuhörer. Das von Hans Kolmsee zum Vortrag selbst verlegte Buch mit dem Titel „Friedrich Wilhelm – Ein Held?“ kann über die E-Mail-Adresse hankol@gmx.net bezogen werden.
Der „Schwarze Herzog“ im neuen Licht
Hans Kolmsee bei seinem Vortrag zum "Schwarzen Herzog" im Landesmuseum. Foto: Privat | Foto: Privat
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