Der zweite "Büchertreff" ist eröffnet

von Max Förster


Die Leiterin des Kulturbüros Alexandra Hupp und Erinnerer Jürgen Kumlehn eröffnen den zweiten "Büchertreff". Fotos: Max Förster
Die Leiterin des Kulturbüros Alexandra Hupp und Erinnerer Jürgen Kumlehn eröffnen den zweiten "Büchertreff". Fotos: Max Förster | Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Am heutigen Montag wurde der zweite "Büchertreff" am Alten Tore/Ecke Neue Straße offiziell eröffnet. In knallroter Farbe mit der weißen Inschrift "Büchertreff" und bis oben hin mit Büchern gefüllt, präsentiert sich die ausgediente Telefonzelle als Minibibliothek.

"Suchen,finden, ausleihen, lesen, tauschen, zurückstellen und spenden" steht in roten Lettern auf der Bücherzelle geschrieben. Fast schon eine kleine Bedienungsanleitung. Hier können Bücher nämlich kostenlos getauscht, hinzugestellt oder auch einfach nur entnommen werden. Zudem gibt es keine Abgabefrist. "Der Büchertreff lebt quasi von der Sorgfalt ihrer Nutzer", erklärte Alexandra Hupp, Leiterin des Kulturbüros. Das einzige, was nicht passieren sollte, ist, dass der Büchertreff als Ablageplatz missverstanden wird. Hin und wieder kam es vor, dass an dem Büchertreff in der Danziger Straße ganze Kartons abgeladen wurden. Werde sowas entdeckt, dann landen die Bücher im Altpapiercontainer, so Alexandra Hupp.

Das Büchertauschen kann beginnen


 Dr. Kristlieb Adloff nutzt die Gunst die Stunde und bringt eine Kurzgeschichte zum Besten
Dr. Kristlieb Adloff nutzt die Gunst die Stunde und bringt eine Kurzgeschichte zum Besten Foto: Max Förster



Die Idee zu solch einer Minibibliothek hatte Jürgen Kumlehn, der sich der Erinnerungskultur Wolfenbüttels verschrieben hat. Die erste dieser Art wurde bereits am 2. Juli in der Danziger Straße errichtet (regionalWolfenbüttel.de berichtete). "Bücher sind mein Leben", berichtet Jürgen Kumlehn. Er möchte dafür sorgen, dass der Büchertreff seine Optik und auch sein Wesen nicht verliert und übernimmt die Betreuung dieses Büchertreffs persönlich. Die einst silber- und magentafarbene Aussenfassade der Telefonzelle wurde von der Firma Gatzke überlackiert und erstrahlt nun in einem auffallenden und starken Rot-Ton, angelehnt an die Optik einer englischen Telefonzelle. Die Farbgebung und Beschriftung trägt die Handschrift der Designerin Nicole Westphal. Für den reibungslosen Aufbau und das sichere Fundament  gilt der Dank den Städtischen Betrieben und der Abteilung für Straßen, Stadtgrün und Geoinformation der Stadtverwaltung Wolfenbüttel.  Durch die herausstechende Optik soll eine Verwechslungsgefahr mit einer gewöhnlichen Telefonzelle vermieden werden, erklärt Alexandra Hupp. Einer der Anwesenden, Dr. Kristlieb Adloff, nutzte gleich die Gelegenheit und brachte die Kurzgeschichte "Der Leseteufel" aus dem Geschichtenband "So zärtlich war Suleyken" von Siegfried Lenz zum Besten und zog die Zuhörer in seinen Bann. Jetzt kann das fleißige Tauschen und Leihen der unterschiedlichsten Bücher, von Sach- über Kinderbücher bis hin zur Belletristik, also beginnen.