Die Linke: "Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich in diesem Jahr verschlechtert"




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Ursula Weisser-Roelle ( Foto: DIE LINKE)



Die Linke im Landtag betrachtet die Situation für Jugendliche auf dem niedersächsischen Ausbildungsmarkt als unverändert schwierig. Neuesten Zahlen zufolge haben sich in diesem Jahr 68.000 Jugendliche um einen Ausbildungsplatz bemüht; gleichzeitig standen aber nicht einmal 54.000 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Auf 100 Bewerber kommen somit nur 79 Ausbildungsplätze. Ursula Weisser-Roelle, die wirtschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion, sagte: „Damit ist die Situation sogar noch schlechter als im vergangenen Jahr, in dem auf 100 Bewerber 84 Plätze kamen. Das Recht auf freie Berufswahl ist in Niedersachsen nach wie vor Makulatur“. Sie forderte die Landesregierung und die Arbeitgeberverbänden dazu auf, endlich die Schönfärberei bei den Zahlen zu unterlassen und sich stärker für zusätzliche Ausbildungsplätze einzusetzen.


„Über 11.000 Jugendliche suchen heute immer noch nach ihrem Ausbildungsplatz, weitere tausende haben die Suche aufgegeben und sich bei der Vermittlung abgemeldet. Diese Tatsachen darf man nicht verschweigen“, so Weisser-Roelle. Abhilfe könnte eine Ausbildungsumlage schaffen – Firmen, die im eigenen Hause nicht oder zu wenig ausbildeten, müssten dann Ausbildungsplätze bei anderen Unternehmen mitfinanzieren. „Wer nicht ausbildet, muss zahlen. Und wer über Gebühr ausbildet, soll von diesen Zahlungen profitieren“, fasste Weisser-Roelle das Konzept zusammen. Die Linke will erreichen, dass jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz erhält. „Und wenn es trotz der Umlage keinen Platz in den Betrieben mehr gibt, brauchen wir ein öffentlich gefördertes Angebot für den Einstieg in die Ausbildung. Niemand soll am Ende auf der Straße bleiben müssen“.


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