Führung zu Stätten jüdischen Lebens in Wolfenbüttel



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Wolfenbüttel. Die Kulturstadt Wolfenbüttel e.V. bietet am kommenden Samstag eine Führung zu Stätten jüdischen Lebens in Wolfenbüttel an. Interessierte können an dieser Veranstaltung.  


Als am 9. November 1938 die Wolfenbütteler Synagoge in der Leibnizstraße in Brand gesetzt und zerstört wurde, war dieses ein schrecklicher Höhepunkt einer Entwicklung, die schon weit vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten ihren Anfang genommen hatte.


Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Wolfenbüttel begann am Ende des 17. Jahrhunderts. Am 15. April 1697 unterzeichnete Herzog Anton Ulrich einen Schutzbrief für den Juden Marcus Gumpel Fulda ben Mose, der es ihm erlaubte in Wolfenbüttel zu leben und


Handel zu treiben. Die Unterzeichnung dieses Schutzbriefes gilt als Gründungsdatum der jüdischen Gemeinde in Wolfenbüttel. Am Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der erste Gebetsraum eingerichtet und außerhalb der Stadtmauern entstand ein jüdischer Friedhof.


Am 8.11.2014, einen Tag vor dem Gedenktag an die Pogromnacht von 1938, führt die Braunschweiger Historikerin Andrea Kienitz zu den Spuren jüdischen Lebens in Wolfenbüttel.


Führung zu Stätten jüdischen Lebens in Wolfenbüttel am 8. November um 15.00 Uhr. Treffpunkt: St. Trinitatiskirche. Anmeldung unter 05331.86 279 oder sandra.donner@wolfenbuettel.de. Eintritt 6,50 pro Person, Kinder unter 14 Jahren frei. Dauer: 1,5 Std.