Fünf Ziegen für Uganda


Fünf Ziegen für ein Fahrrad. Von links: Friederich Endreß und Stefan Temme.  Foto: Privat
Fünf Ziegen für ein Fahrrad. Von links: Friederich Endreß und Stefan Temme. Foto: Privat | Foto: privat

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Gardessen. Im April versteigerte die Aktionsgruppe “Artikel 25” in Gardessen ein Fahrrad für den guten Zweck. Das Höchstgebot von 130 Euro gab Friederich Endreß aus Gardessen ab. Dieser Betrag wurde der deutschen Welthungerhilfe gespendet.

Stefan Temme, der Gründer und Leiter der Aktionsgruppe erklärt "Ein richtig tolles Höchstgebot hat Herr Friederich Endreß abgegeben. Da ging es ihm nicht nur um das Fahrrad, nein, da steckt auch eine Menge Herzblut für die gute Sache von ihm drin." Mit diesen 130 Euro könne die deutsche Welthungerhilfe, zum Beispiel fünf Ziegen für die Menschen in Karamoja in Uganda anschaffen. Früher war Uganda ein blühendes Land. Heute gehört die „Perle Afrikas” zu den ärmsten Ländern der Welt, so Stefan Temme. Nach langen Dürren und Seuchen haben es die Menschen in der Provinz Karamoja besonders schwer. Ein Projekt der Welthungerhilfe setzt auf die regionale Tradition der Viehzucht, um gemeinsam mit den Bewohnern der Region gegen den Hunger zu kämpfen. Ziegen sind übrigens sehr widerstandsfähig, sogar in trockenen Dornenbüschen finden sie etwas zu essen und ähnlich wie Kamele können Ziegen Wasser auf Vorrat trinken und so in Notzeiten tagelang überleben, ohne zu trinken, erklärt der Aktionsgruppenleiter. Die Milch der Ziegen sei sehr eiweißreich und besser verdaulich als Kuhmilch, das mache sie zur perfekten Eiweißquelle für Schwangere, stillende Mütter und Kleinkinder. Aber auch der Dung der Ziegen hilft den Menschen in Uganda, denn er sorgt für fruchtbare Böden, sodass sogar in der kargen Region von Karamoja Gemüse angebaut werden kann.