Wolfenbüttel. Die kalte Jahreszeit ist da und mit ihr lauern auch die Viren. Mediziner und Gesundheitsamt raten zur Grippeschutzimpfung, um das Immunsystem gegen die Influenza zu stärken. Besonders dazu angehalten sind Menschen, die an chronischen Erkrankungen leiden, Personen über 60 Jahre und Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel.
Symptome einer Erkältung sind nicht denen einer Grippe-Erkrankung gleich zu setzen. ">Symptome einer Erkältung sind nicht denen einer Grippe-Erkrankung gleich zu setzen. Foto: regionalHeute.de
Jedes Jahr von Ende September bis November rufen Gesundheitsämter zur Grippeschutzimpfung auf. Aber muss man sich denn jedes Jahr erneut impfen lassen? "Ja, das muss sein", sagt die Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen, Dr. Dorothea von Nicolai. Die Viren könnten jährlich mutieren und daher müsse der Impfstoff angepasst werden. Besonders Menschen, die viel im sozialen Kontakt stehen, rät die Medizinerin zur Impfung. Je mehr Menschen immun gegen den Virus sind, desto weniger kann er sich ausbreiten. Dennoch ließe sich noch zu wenig Personal, gerade im Bereich der Gesundheitsversorgung, dagegen immunisieren.
Der Hausarzt injiziert bei der Grippe-Vorsorge dem Patienten abgeschwächte Grippeviren, um das Immunsystem anzuregen. In der Regel verliefe die Impfung gut, sagt Dr. von Nicolai: "Der Arm kann eine Rötung aufweisen oder die Grippe in abgeschwächter Form auftreten."
Unterschied zwischen Grippe und Erkältung
Eine Grippe-Erkrankung ist nicht mit einer Erkältung gleich zu setzen. "Das ist eine himmelweiter Unterschied", sagt die Medizinerin Dr. von Nicolai. Ist man mit den Influenza-Viren angesteckt, erwartet den Menschen ein sehr viel schwereres Krankheitsbild. "Von jetzt auf gleich ist man schwer krank – Muskel- und Gliederschmerzen folgen oder auch eine Lungenentzündung", sagt sie. Eine Grippe-Erkrankung hätte oftmals eine Nachlaufzeit von drei bis vier Wochen zur Folge. Ist man ohnehin schon geschwächt, ist der Körper auch anfälliger für andere Erkrankungen. Das Gesundheitsamt rät gerade Personen zur Impfung, die bereits eine chronische Erkrankung haben, und älteren Menschen. Auch Kinder und Jugendliche können sich schon immunisieren lassen.
Zu spät ist es für eine Impfung gegen die Grippe zu dieser Jahreszeit noch nicht: "Meistens geht die erste Grippe-Welle nach den Weihnachtsfeiertagen los – der Höhepunkt kommt dann im Januar/Februar", sagt die Medizinerin des Gesundheitsamtes. Sie rät zu einem Termin beim Hausarzt, der könne auch weitere Fragen beantworten. Die Kosten werden in der Regel von der Krankenkasse erstattet.
Ob geimpft oder nicht: mehrmals am Tag Händewaschen könnte vor einer Infektion schützen – einen hundertprozentigen Schutz gegen die Infektion gibt es nicht. Ebenso unterstützt gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung an der frischen Luft das Immunsystem.
Weitere Informationen und Empfehlungen finden Sie hier oder hier.

