Wolfenbüttel. Die Wolfenbütteler Stadtverwaltung lässt ab Mitte der kommenden Woche (11. November) Fällarbeiten entlang des Okerwanderwegs durchführen. Darüber informiert die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.
Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Lindenhalle und dem Gutspark Linden, der für die Dauer der Maßnahme voll gesperrt werden muss. Die Arbeiten nehmen voraussichtlich rund eine Woche in Anspruch. Ziel des Eingriffs sei es, die Sicherheit aller Passanten sowie der Nutzer des Gewässers dauerhaft zu gewährleisten.
Pilzbefall schwächt Baumbestand
Im vergangenen Sommer seien mehrere Eschen unerwartet rasch abgestorben. Ursache für die Schäden sei das sogenannte Eschentriebsterben. Diese weitverbreitete, durch einen Schlauchpilz hervorgerufene Baumkrankheit führt zunächst zum Absterben junger Triebe und Äste, greift im weiteren Verlauf jedoch auf den gesamten Baum über. Da morsche Äste herabzustürzen drohen, sei die Entnahme der betroffenen Bäume unumgänglich, um Gefahren für Spaziergänger und den Wassertourismus auf der Oker auszuschließen.
Vollständiger Abtransport nötig
Weil die Fällungen in einem Überschwemmungsbereich stattfinden, könne das Holz nicht vor Ort verbleiben, sondern müsse komplett abtransportiert werden. Das solle verhindern, dass lose Stämme und Äste bei Hochwasserereignissen den Abfluss behindern. Das zuständige Grünflächenamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen während der einwöchigen Sperrung.
Ökologischer Ausgleich durch robuste Baumarten
Um den Uferbereich nachhaltig zu stabilisieren und ökologisch aufzuwerten, setze die Stadt auf einen zügigen Ausgleich. Zeitnah nach Abschluss der Fällarbeiten werden 50 standortgerechte Roterlen sowie zehn robuste Stieleichen gepflanzt. Die Neupflanzungen stärken das Ökosystem vor Ort und sichern langfristig einen artenreichen, widerstandsfähigen Gehölzbestand entlang der Oker, so die Stadtverwaltung.

