Hilfe für die Helfer in Hedeper: DRK im Dauereinsatz

Auch das DRK war und ist rund um den Großbrand in Hedeper im Einsatz.

Der Kleinlaster, mit dem das DRK-Material und Bierzeltgarnituren vom Exer zum Einsatzort gebracht wurden. Im Hintergrund sieht man den Qualm der Scheune.
Der Kleinlaster, mit dem das DRK-Material und Bierzeltgarnituren vom Exer zum Einsatzort gebracht wurden. Im Hintergrund sieht man den Qualm der Scheune. Foto: DRK

Hedeper. Der Großbrand in Hedeper erforderte nicht nur von den Löschzügen große Einsatzbereitschaft, sondern auch vom ​Einsatzzug des DRK-Kreisverbandes Wolfenbüttel. Wie das DRK am Mittwoch mitteilte, sind die Kräfte im Einsatz, um die Feuerwehrleute zu verpflegen.


"Bei uns ging am Sonntag um 13.34 Uhr die Meldung über den Scheunenbrand Hedeper ein", berichtete Fabian Palic, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter. Die integrierte Leitstelle in Braunschweig alarmierte daraufhin die Führung der Schnellen Einsatzgruppe (SEG).


"Unser Auftrag war, die Verpflegung der Feuerwehren sicherzustellen", erzählt Liersch. Offenbar war sehr früh absehbar, dass dieser Einsatz länger dauern würde. "Was aber unklar war: Wie viele Einsatzkräfte müssen wir überhaupt verpflegen?" Die Lage war noch unübersichtlich, weil ständig neue Wehren am Brandort eintrafen. "Ich habe daraufhin die volle SEG alarmieren lassen und bin als SEG-Leiter nach Hedeper gefahren, um mir selbst ein Bild zu machen."

Die DRK-Helfer Jonas Heida, Detlef Pottgießer und Eric Hinterland (von links) im Gespräch mit SEG-Leiter Tobias Liersch.
Die DRK-Helfer Jonas Heida, Detlef Pottgießer und Eric Hinterland (von links) im Gespräch mit SEG-Leiter Tobias Liersch. Foto: DRK


In Absprache mit der dortigen Einsatzleitung orderte Liersch dann bei den Helfern Am Exer Speisen und Getränke für 130 Feuerwehrkameraden. "Das war natürlich nur eine Momentaufnahme, denn es war schon deutlich, dass ständig Löschzüge gegen frische Helfer ausgetauscht werden mussten." Tatsächlich rechnet Liersch mit Lösch- und Nachlösch-Aktivitäten noch bis in die kommenden Tage, denn die brennenden Strohballen liegen dicht gestapelt.

Nächtlicher Blick auf das brennende Strohlager, links im Bild die Einsatzleitung der Feuerwehr.
Nächtlicher Blick auf das brennende Strohlager, links im Bild die Einsatzleitung der Feuerwehr. Foto: DRK


Die zehn Helfer des DRK kümmerten sich um die Versorgung der Einsatzkräfte mit Kalt- und Warmgetränken sowie um regelmäßige Imbisse. "Da auch der Feuerwehr-Fachzug Logistik und Versorgung zeitgleich alarmiert wurde, mit dem wir eng zusammenarbeiten", berichtet Liersch, "haben wir die Essensausgabe an diese Facheinheit abgegeben". Gemeinsam bauten die Experten große Zelte auf, in denen dann die ganze Nacht hindurch die Ausgabe in mehreren Schichten stattfand. Vom Roten Kreuz war der Einsatzleitwagen vor Ort, außerdem ein Mannschaftswagen und ein Kleinlaster.

Nächtlicher Blick auf die brennende Scheunenrückseite.
Nächtlicher Blick auf die brennende Scheunenrückseite. Foto: DRK


"Die Versorgung aus der DRK-Küche, unter der Leitung des stellvertretenden SEG-Leiter Mike Herzberg, im Solferino klappte reibungslos, die Brötchen kamen frisch von Bäckerei Isensee." Besonders erfreulich: Trotz der immensen Rauchentwicklung kam offenbar keiner der Helfer oder der Anwohner zu Schaden. "Wir stehen weiterhin mit dem Fachzug Logistik und Versorgung in Kontakt, damit wir gegebenenfalls personell schnell unterstützen können", erklärt Liersch abschließend.


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