Historisches Schlossensemble soll saniert werden

Über 300 Jahre alt ist die Balustrade mit den Figuren vor dem Schloss. Nun soll alles saniert werden.

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Die Balustrade, die rund um den Schlossgraben und die Schlossbrücke führt, soll saniert werden. | Foto: Stefan Stümpel
Die Balustrade, die rund um den Schlossgraben und die Schlossbrücke führt, soll saniert werden. | Foto: Stefan Stümpel | Foto: Matthias Kettling

Wolfenbüttel. Das historische Ensemble am Schloss Wolfenbüttel steht vor einer umfassenden Sanierung, um den langfristigen Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz zu sichern. Wie aus einer aktuellen Vorlage der Stadtverwaltung hervorgeht, soll die Balustrade am Eingang zum Schloss aufgearbeitet werden.



Die Balustrade, die rund um den Schlossgraben und die Schlossbrücke führt, besteht aus insgesamt zehn verbindenden Elementen sowie acht Skulpturen und vier Vasen. Nun braucht das etwa 300 Jahre alte Ensemble eine Rundum-Erneuerung. Das habe laut Stadtverwaltung eine Untersuchung im Jahr 2022 ergeben, die erhebliche Mängel wie starke Verschmutzungen, Risse, mechanische Beschädigungen und einen mikrobiellen Befall der Oberflächen offenbart hatte. Zudem erwies sich die bestehende Farbfassung als ungeeignet für den Erhalt des lokalen Natursteins, da sie keine ausreichende Wasserdampfdiffusion zulässt.

Sanierungsbeginn noch dieses Jahr


Das etwa 300 Jahre alte Ensemble braucht eine Rundum-Erneuerung.
Das etwa 300 Jahre alte Ensemble braucht eine Rundum-Erneuerung. Foto: Stefan Stümpel


Das geplante Restaurierungskonzept sieht eine gründliche Reinigung sämtlicher Oberflächen sowie die fachgerechte Schließung von Rissen und Fehlstellen mit mineralischem Mörtel oder Natursteinvierungen vor. Zum Abschluss der Arbeiten soll das gesamte Ensemble eine neue, substanzschonende Fassung erhalten.


Die Umsetzung der Maßnahme ist in zwei Etappen unterteilt. Während der erste Teilabschnitt im Bereich der Brücke in Richtung Kleines Schloss bereits zwischen Oktober und November 2026 realisiert werden soll, folgt die Sanierung des nördlichen Bereichs ab März 2027 und wird voraussichtlich ein halbes Jahr in Anspruch nehmen.

Für das Projekt ist ein Gesamtbudget von rund 330.000 Euro veranschlagt. Fördermöglichkeiten sollen geprüft werden, eine Förderanfrage an die Curt-Mast-Jägermeister-Stiftung wurde bereits negativ beschieden, teilte die Verwaltung mit.

Zunächst sollen die entsprechenden Fachausschüsse beraten und Beschlussempfehlungen abgeben, final entscheidet dann der Rat der Stadt in seiner Sitzung am 17. Juni über die Vorlage.