Baumarkt-Insolvenz: So steht es um die Zukunft der Filiale in Wolfenbüttel

Die Hellweg-Märkte befinden sich in einem Sanierungsprozess. Eine wichtige Entscheidung steht wohl unmittelbar bevor.

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Symbolbild. | Foto: Matthias Kettling

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Wolfenbüttel. Die Baumarkt-Kette Hellweg befindet sich bundesweit im selbst eingeleiteten Sanierungsverfahren in Eigenregie. Nachdem die Kette schon vor einem Jahr bundesweit Niederlassungen dichtmachte, besteht momentan große Sorge um die Zukunft der Filiale an der Wolfenbütteler Schweigerstraße. Eine jetzt vom Unternehmen veröffentlichte Pressemitteilung macht aber zumindest Hoffnung.



Demnach gebe es mehrere potenzielle Investoren, die Interesse an der Übernahme der meisten Filialen gezeigt hätten. In der Mitteilung heißt es, ein Investorenprozess von Hellweg sowie der ebenfalls betroffenen BayWa Bau- & Gartenmärkte sei auf großes Interesse gestoßen. "Im Ergebnis liegen für wesentliche Teile des Filialportfolios beider Gesellschaften Übernahmeangebote von verschiedenen Investoren vor. Nach Zustimmung der zuständigen Gläubigerausschüsse erfolgt in den nächsten Tagen die vertragliche Umsetzung". Die potenziellen Investoren hätten demnach zum Teil auf sich überschneidende Filialportfolios geboten. Die Angebote unterscheiden sich beim Umfangs der zu übernehmenden Standorte und bei den jeweiligen Konzepten für deren Fortführung. Die Sanierungsgeschäftsführer erwarten jedoch, dass ein wesentlicher Teil der bestehenden Filialen auf neue Betreiber übertragen werden wird.

Filialen sollen größtenteils erhalten bleiben


Große Einschnitte auch beim Personal seien demnach vor allem in den Unternehmenszentralen in Dortmund und Garching zu erwarten, während so gut wie alle Filialen selbst offenbar gute Chancen auf einen Weiterbetrieb haben. „Der Investorenprozess hat gezeigt, dass es ein ernsthaftes Interesse an unserem Filialgeschäft und konkrete Perspektiven für wesentliche Teile unserer Märkte und der Belegschaft gibt“, sagt Rechtsanwalt Prof. Dr. Gerrit Hölzle von der Wirtschaftskanzlei GÖRG, der die Verfahren zusammen mit seinem Kollegen Rechtsanwalt Dr. Karl-Friedrich Curtze als Restrukturierungsgeschäftsführer steuert.

Es liegt noch nicht für alle Filialen ein Angebot vor


Da noch vertragliche Details zu klären seien und der Prozess noch nicht für alle Standorte final abgeschlossen sei, könne jetzt noch nicht bekannt gegeben werden, welche Märkte konkret an welche neuen Betreiber übergeben werden. Darüber werden alle wesentlichen Beteiligten voraussichtlich in rund zwei Wochen informiert, heißt es in der Pressemitteilung. Der Investorenprozess sei zudem noch nicht abgeschlossen. Für die Filialen, für die bislang noch kein konkretes Angebot vorliegt, werde die Investorensuche mit dem Ziel fortgesetzt, bis Ende August ebenfalls eine Lösung zu finden, heißt es dort weiter. Für welche Filialen noch kein Angebot vorliegt, teilt das Unternehmen allerdings nicht mit

„Wir wissen, dass diese Situation insbesondere für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit großer Unsicherheit verbunden ist. Umso wichtiger ist es, jetzt die bestmögliche Lösung für einen möglichst großen Teil des Filialportfolios zu erreichen“, sagt Rechtsanwalt Dr. Karl-Friedrich Curtze. Sicherheit hätten die Mitarbeiter zunächst bis Ende November. "Für die kommenden Monate ist die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebs gesichert. Die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden auch nach Auslaufen des Insolvenzgeldzeitraums bis einschließlich Ende November 2026 gezahlt werden können. Dies gilt auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen sowie von Standorten, für die keine Übernahmelösung gefunden werden kann", heißt es in der Pressemitteilung.