Höherer Stromverbrauch erwartet: So bereitet man sich in Wolfenbüttel vor

„Wir müssen unser Stromnetz so aufstellen, dass es auch bei steigender Belastung stabil und zuverlässig bleibt", sagt Ingo Schultz, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel.

Ingo Schultz, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel,
an der neuen Ortsnetzstation in der Halchterschen Straße.
Ingo Schultz, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel,
an der neuen Ortsnetzstation in der Halchterschen Straße. | Foto: Stadtwerke Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Wo künftig mehr Strom gebraucht wird, muss das Netz mitwachsen: Die Stadtwerke Wolfenbüttel haben jetzt deshalb in der Halchterschen Straße eine neue Ortsnetzstation errichtet. Das berichten die Stadtwerke in einer Pressemitteilung.



Mit der Anlage will der Netzbetreiber die Versorgungssicherheit erhöhen und zusätzliche Kapazitäten für den wachsenden Strombedarf schaffen, etwa durch Wärmepumpen und Elektromobilität. „Unsere Netze müssen heute deutlich mehr leisten als früher. Damit wir die Menschen in Wolfenbüttel auch künftig sicher versorgen können, bauen wir unser Stromnetz gezielt aus“, sagt Ingo Schultz, technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfenbüttel.

In den Ferien ans Netz


Der Netzbetreiber will die neue Station in den Sommerferien an das Netz anschließen, um Verkehr, Anwohnende und Gewerbe möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Stadtwerke investieren rund 200.000 Euro in das Projekt. Die neue Ortsnetzstation ist bereits die vierte Anlage dieser Art, die der kommunale Versorger in diesem Jahr umsetzt.

Technik für die Energiewende vor Ort


Die neue Ortsnetzstation bringt Strom aus dem Mittelspannungsnetz dorthin, wo er im Alltag gebraucht wird. Dafür wandelt sie die Spannung von 20 Kilovolt Mittelspannung auf 0,4 Kilovolt Niederspannung um, damit Haushalte und Gewerbe ihn über ihre Steckdosen nutzen können. Die Station hat eine Leistung von 630 Kilovoltampere. Damit kann sie in etwa den Strombedarf von rund 400 Einfamilienhäusern bei normalem Verbrauch im Alltag abdecken.

Bei Bedarf lässt sich die Leistung später noch verdoppeln. Die neue Ortsnetzstation stellt künftig mehr Leistung für das Areal bereit. Damit schafft sie die Voraussetzungen dafür, dass Ladepunkte für Elektroautos installiert und Strom aus Solaranlagen ins Netz eingespeist werden kann. Die Station ist außerdem mit moderner Messtechnik ausgestattet. So können die Stadtwerke wichtige Werte im Netz wie Spannungen und Ströme laufend erfassen. Das hilft dem Netzbetreiber, das Netz gezielt weiterzuentwickeln, aber auch auf Schwankungen im Netz zu reagieren.

Bei steigender Belastung stabil


„Vor Ort wird immer mehr Strom gebraucht, zum Beispiel weil mehr Menschen mit Wärmepumpen heizen oder ihr Elektroauto laden. Gleichzeitig speisen immer mehr dezentrale Erzeugungsanlagen in das Stromnetz ein“, sagt Ingo Schultz. „Wir müssen unser Stromnetz so aufstellen, dass es auch bei steigender Belastung stabil und zuverlässig bleibt. Genau dafür schaffen wir hier vor Ort die nötigen Voraussetzungen.“

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