Schimmel an Wolfenbütteler Grundschule: Wie gefährlich ist das?

Es werden umfangreiche Baumaßnahmen nötig. regionalHeute.de fragte auch, ob das Auswirkungen auf den Unterricht hat.

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Die Wilhelm-Busch-Grundschule in Wolfenbüttel
Die Wilhelm-Busch-Grundschule in Wolfenbüttel | Foto: Anke Donner

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Wolfenbüttel. Wie berichtet, gibt es an der Wilhelm-Busch-Grundschule ein Schimmelproblem. Rund 3.100 Quadratmeter Deckenfläche in drei Geschossen müssen saniert werden. Das verursacht nicht nur Aufwand und Kosten, es stellen sich auch Fragen: Geht von dem festgestellten Schimmel für Schüler und Lehrer ein Gesundheitsrisiko aus? Und wirken sich die nötigen Baumaßnahmen auf den Unterricht und Schulalltag aus?



"Eine akute Gesundheitsgefährdung besteht weder für die Kinder noch für die Lehrerschaft", stellt Stadtsprecher Thorsten Raedlein auf Anfrage von regionalHeute.de klar. Dies habe auch Dr. Jens Wolter vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Braunschweig, Leitung Arbeitsmedizin, bestätigt.

Keine Feuchtigkeit, kein Problem


Aus medizinischer Sicht müsse klargestellt werden, dass eine gesundheitliche Gefährdung in erster Linie von einer Kombination aus Feuchte und Schimmelbefall (einem dauerhaften Gebäudefeuchteschaden und einem darauf befindlichen Bewuchs von Schimmelpilzen und anderen Mikroorganismen) ausgehe, heißt es in Wolters Bericht. In den Decken der Wilhelm-Busch-Grundschule habe man keine Feuchtigkeit entdeckt. Schimmelsporen, die überall in der Umwelt vorkommen, seien für sich allein genommen keine Gesundheitsgefahr für gesunde Menschen.

Ein Gutachten vom März dieses Jahres gehe davon aus, dass der Schaden bereits 1969 entstanden ist. Die betroffenen Hölzer seien vermutlich bei der Errichtung des Gebäudes mit zu hoher Restfeuchte eingebaut und durch die Unterdecken lufttechnisch abgeschottet worden. Das habe ein starkes Schimmelwachstum in den unbelüfteten Deckenbereichen auf den Schalhölzern bewirkt. Nach Austrocknung der Hölzer sei der Schimmel zwischenzeitlich abgestorben.

Darum soll saniert werden


Wegen der Größe der betroffenen Fläche sei dennoch eine Sanierung empfohlen worden. Bei der Sanierung von „verblühtem“ alten Schimmelbefall, wie in der Grundschule Wilhelm Busch, handele es sich um eine Maßnahme des vorbeugenden Gesundheitsschutzes, um mögliche Belastungen durch Restbestände des alten Schimmelbefalls auszuschließen, so die Verwaltung. Bereits im April 2026 habe eine Informationsveranstaltung für die Eltern stattgefunden.

Obwohl der formelle Beschluss des Rates noch aussteht, sei mit der Schimmelsanierung im Kellergeschoss bereits begonnen worden. Die Ausschreibung hierfür sei schon im März erfolgt. Da es sich um einen laufenden Sanierungsprozess handele, für den es grundsätzlich einen Beschluss gebe, sei dies möglich, erklärt Thorsten Raedlein im Gespräch mit regionalHeute.de.

Das ist der Zeitplan


Die Arbeiten im Keller sollen bis spätestens zu den Sommerferien abgeschlossen sein, damit diese Räume als Ausweichräume bei der weiteren Sanierung zur Verfügung stehen. Anschließend soll die Sanierung in Haus 1 (Südwest-Seite) fortgeführt werden, danach kommen Haus 2 (Nordost-Seite) und danach der mittlere Trakt (Verwaltung) an die Reihe. So soll es zu keinen Problemen mit der Verfügbarkeit von Unterrichtsräumen kommen.

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