Trotz steigender Kosten: Diese Buslinien der Region sind gerettet

Der Regionalverband und die Kommunen der Region sind sich einig: Diese 35 Buslinien sollen weiterfahren.

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Die 420 zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel gehört zu den RegioBussen (Symbolbild).
Die 420 zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel gehört zu den RegioBussen (Symbolbild). | Foto: Axel Otto

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Region. Die RegioBusse sollen auch 2027 weiterfahren. Das hat die Verbandsversammlung des Regionalverbands Großraum Braunschweig – sozusagen das Parlament, in dem alle Städte und Landkreise der Region vertreten sind – jetzt bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Ein Entschluss aus dem Jahr 2025 sieht eigentlich vor, am ÖPNV-Angebot zu sparen und diese 35 Linien zwischen Harz und Heide einzustellen, da sie sich wirtschaftlich nicht rechnen und Defizite einfahren. Wie schon für das laufende haben die Verbandsmitglieder jetzt auch für das kommende Jahr aber entschieden, diesen Beschluss auszusetzen.



Schon im Vorfeld hatte der Regionalverband erklärt, dass die Landräte und Oberbürgermeister der Kommunen unserer Region sich für den Erhalt der Buslinien ausgesprochen haben. Eigentlich sollten diese gekürzt werden, um Geld einzusparen. Der gesamte Busbetrieb kostet inzwischen immerhin rund 116 Millionen Euro pro Jahr, teilt der Verband mit. Die Finanzierung erfolgt jetzt über eine Umlage. So gebe einerseits der Regionalverband die Landesmittel, die für die Finanzierung der Betriebskosten vorgesehen sind, vollständig in den RegioBus-Defizitausgleich. Den wesentlich höheren Teil müssten aber die Landkreise und kreisfreien Städte tragen.

Finanzierung soll einheitlich und systematisch ablaufen


Ab 2027 – auch das war Teil des Beschlusses, über den die Verbandsversammlung jetzt abgestimmt hat – soll die Verbandsverwaltung eine regional einheitliche Finanzierungssystematik für die Betriebsleistungen von RegioBus-Linien einführen. Darin sollen die Defizite dieser Verkehre gemeinschaftlich getragen werden. Neben den Landesmitteln wird das verbleibende Defizit über die Verbandsglieder gemeinschaftlich finanziert. Der Defizitausgleich über die Verbandsumlage ist in der jeweiligen Haushaltsplanung des Regionalverbands getrennt und transparent auszuweisen, heißt es im Beschluss.

35 RegioBus-Linien bleiben erhalten


In der Region gibt es laut Regionalverband derzeit 35 RegioBus-Linien, auf denen etwa 1.500 Fahrten pro Wochentag stattfinden. Diese Linien verbinden vor allem die Oberzentren, Mittelzentren und Grundzentren der Region untereinander und fahren vor allem dort, wo keine Züge halten. Die Linie 420, die zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel fährt, gehört zum Beispiel dazu. Aber auch Schöppenstedt, Cremlingen und Sickte im Landkreis Wolfenbüttel sowie Vechelde, Wendeburg (Peine) und Groß Schwülper (Gifhorn), Lehre und Flechtorf (Helmstedt) oder Bad Harzburg und Sankt Andreasberg (Goslar) sowie die Städte Wolfsburg und Salzgitter mit einigen Stadtteilen werden angefahren.

Die Buslinien sind jetzt durch den Beschluss für das kommende Jahr gerettet. Dabei gilt aber: Der Regionalverband werde weiter regelmäßig diese Angebote überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Das könne laut Beschluss auch die Linienführung betreffen.

Da die RegioBusse über Kreisgrenzen hinausfahren, werden sie nicht pro Landkreis oder Stadt abgerechnet, sondern der Regionalverband erhebt hierfür eine Umlage (Verbandsumlage) bei den kreisfreien Städten und Landkreisen, erklärt der Regionalverband das Modell. Dadurch zahlt der Regionalverband den Defizitausgleich (Kosten für den Betrieb minus Einnahmen durch Ticketverkauf). Das lokale Busangebot finanzieren die Kommunen.