Wolfenbüttel. Als im vergangenen Jahr mit den Arbeiten an der Wilhelm-Busch-Grundschule begonnen wurde, war von dringend notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes und zur Modernisierung der baulichen Infrastruktur die Rede. Doch während der laufenden Arbeit wurde festgestellt, dass es dabei nicht bleiben kann. Die Schule hat ein Schimmelproblem.
Bei der Durchführung der beschlossenen und laufenden Brandschutz- und Sanierungsmaßnahmen sei ein massiver Schimmelpilzbefall an den Schalhölzern der Stahlbeton-Rippendecken entdeckt worden, heißt es in einer Verwaltungsvorlage, die sich aktuell im Gremienverlauf befindet. Der Schimmel befinde sich im abgehängten, nicht bearbeitbaren Deckenbereich und erstrecke sich über alle drei Geschosse in allen Gebäudeteilen der Schule.
Beseitigung aller Schadstoffe
Es handele sich um einen Altschaden aus der Errichterzeit (1969). Nach gutachterlicher Stellungnahme und in Abstimmung mit dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung sowie dem örtlichen Gesundheitsamt müssen umfangreiche Maßnahmen zur vollständigen Beseitigung aller Schadstoffe ergriffen werden, die die Abläufe der bisherigen Sanierungsschritte erschwerten, verzögerten und erheblich verteuerten.
Über 3.000 Quadratmeter Decken müssen nun komplett demontiert werden. Nach erfolgter Schimmelbeseitigung sollen neue Rasterdecken mit einer energieeffizienten LED-Beleuchtung eingebaut werden. Für diese wurde eine Förderung beantragt. Zudem will man hier Datenleitungen und -trassen vorrüsten und erneuern, um die Decken kurz- und mittelfristig nicht erneut öffnen zu müssen. Eine sowieso im Rahmen des Digitalpakts vorgesehene Maßnahme werde vorgezogen, um Synergien zu nutzen.
Zusätzliche Kosten
Dennoch entstehen natürlich zusätzliche Kosten. Diese werden auf 696.000 Euro angesetzt, sodass die Gesamtkosten für die Maßnahme derzeit bei 2,516 Millionen Euro liegen. Die vorhandenen Haushaltsmittel reichten für notwendige Beauftragungen in diesem Jahr noch aus, heißt es in der Vorlage. Die darüber hinaus benötigten Haushaltsmittel würden im Rahmen der Haushaltsplanung für 2027 eingeplant.
Was noch fehlt, ist die Zustimmung des Rates zu den zusätzlichen Maßnahmen. In der vergangenen Woche hatten, laut jeweiligem Protokoll, sowohl der Bauausschuss, als auch der Wirtschaftsausschuss eine einstimmige Beschlussempfehlung abgegeben. Der Rat entscheidet am kommenden Mittwoch. Die Maßnahme soll möglichst noch Ende dieses Monats begonnen werden und im Sommer 2027 beendet sein.

