Wolfenbüttel. Im Kreis Wolfenbüttel wurden bei der diesjährigen NABU-Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel" in 65 Gärten 2363 Vögel gezählt. 89 Vogelfreunde haben dort den Haussperling als "Gewinner" festgestellt. Der wurde nämlich 452 Mal gezählt.
Der "niedersächsische Vorjahressieger" Kohlmeise rutschte auf Platz drei ab. Die Amsel sicherte sich den Vizeplatz. Kaum anwesend sind klassische Wintervögel wie Wacholderdrosseln oder Bergfinken sowie Erlenzeisige. Dazu ist dieser Winter offensichtlich zu mild, als dass sie in größerer Zahl in den Gärten im Kreis erscheinen.
Außer der Stadttaube und dem Mauersegler ist kein anderer Vogel dem Menschen soweit in die Stadt gefolgt, wie der „Spatz“. Der Haussperling gehört zu den Kulturfolgern, was heißt, dass er maßgeblich von der Lebensweise des Menschen profitiert. Das war zumindest mal so, und das „Getschilpe“ und Gezeter von Schlafplatzgemeinschaften in dichten Büschen oder Bäumen war noch vor einigen Jahrzehnten allgegenwärtig. Der Haussperling ist ein Körnerfresser – mit seinem kräftigen Schnabel frisst er größere Samen oder Getreidekörner. Nicht scheu, gehört er auch im Winter zu den häufigsten Futterplatz-Besuchern.
In Wolfenbüttel hat der Haussperling den Schnabel vorn
von Thorsten Raedlein
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