Kita Fümmelse ist „Haus der kleinen Forscher“

von Thorsten Raedlein




Wolfenbüttel. Als erste Kita in Wolfenbüttel bakam heute die Kita Fümmelse die Plakette „Haus der kleinen Forscher“ verliehen.

Mit der Vergabe dieser Zertifizierung würdigt die gleichnamige Stiftung Kitas, die sich nachhaltig für die frühkindliche Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik engagieren. Vor der Stiftung gewürdigt wurde das Projekt „Mathe Detektive“ aus dem mittlerweile die Projekte "Die Sachen-Macher" und "Kuck mal, ich zeig dir was" hervorgegangen sind.

<a href= In der Kita wird experimentiert.">
In der Kita wird experimentiert. Foto:



Für die "Mathe Detektive" wurde die Kita erst, wie Leiterin Dorothea Beinroth erklärte,  im vergangenen Jahr mit dem „Forschergeist 2012“ ausgezeichnet. Das Projekt ,Mathe-Detektive‘ der Städtischen Kindertagesstätte Fümmelse hat das Thema Mathematik sehr stringent und kreativ in den Alltag der Kinder integriert. Die vielfältigen Ideen der pädagogischen Fachkräfte verdeutlichen nachhaltig, dass Mathematik überall zu finden ist und Spaß macht. In der Kita Fümmelse waren die „Mathe-Detektive“ auf einer heißen Spur: Zahlen, Formen, Mengen – nichts entzog sich ihren sys­tematischen Ermittlungen. Die Mädchen und Jungen bastelten Zahlenraupen aus Gipsballons. Auf dem Wochenmarkt kauften sie zehn verschiedene Gemüse­sorten ein. Sie forschten auf der Frühgeburtenstation des Krankenhauses nach, wie Neugeborene gewogen und gemessen werden. Sie ermittelten ihr eigenes Geburtsgewicht und die Körperlängen aller Familien- und Gruppenmitglieder. Sie feierten den „Tag der Fünf“, gingen beim Eltern-Kind-Nachmittag auf eine Zahlenrallye und lösten gemeinsam das Hausnummernpuzzle.

Um das jetzt verliehene Zertifikat zu erhalten, soll in der Kita vor allem nachhaltig gearbeitet werden, betont Heike Jirmann, Projektkoordinatorin vom Bildungszentrum des Landkreises Wolfenbüttel, dem lokalen Netzwerkpartner der Stiftung "Haus der kleinen Forscher". Daher ruhte man sich in Fümmelse auch nicht auf den Lorbeeren aus, sondern entwickelte gemeinsam mit den Kinder das Projekt weiter. "Die Kinder wollten den Forschergeist nachbauen", erzählt Erzieherin Claudia Kastellan. Verwenden wollten sie dazu Alltags-Material. Und schon waren die "Sachen-Macher" geboren.

Die Kinder probieren viel aus und lernen daraus. "So gibt es zum Beispiel viele Kleber, aber nicht jeder ist für jedes Material geeignet", erzählt Kastellan. Im Rahmen dieses Projektes besuchten die Kinder auch eine Ottmar-Alt-Ausstellung in Braunschweig. Im Anschluss wurde dann zum Beispiel ein großes, grünes Krokodil gebastelt. "Die Kinder sollen mit offenen Augen durch die Welt gehen, das wollen wir vermitteln", sagt die Erzieherin.

Das nun verliehene Zertifikat sei das Lob für die Arbeit, erklärte Dorothea Beinroth den Kindern im Rahmen der heutigen kleinen Feierstunde anlässlich der Übergabe. Auch Heike Jirmann stieß in das gleiche Horn: "Das Zertifikat zeigt, dass hier richtig gute Arbeit geleistet wird." Ortsbürgermeisterin Hiltrud Bayer forderte die kleinen Forscher auf, immer Fragen zu stellen und überreichte zum Abschluss noch für alle Kinder einen Gutschein zum Eis essen.

<a href= Mit einer Flasche lässt sich ein Luftballon aufblasen.">
Mit einer Flasche lässt sich ein Luftballon aufblasen. Foto:



Danach zeigten Claudia Kastellan und Yvonn Hollweg auf welche spielerische Art und Weise den Kindern naturwissenschaftliche Zusammenhänge vermittelt werden. Als Herr Bunsenbrenner und Herr Reagenzglas führten sie vor, wie ein Ballon mit Hilfe einer Flasche und heißen Wassers aufgeblasen wird.


mehr News aus Wolfenbüttel


Themen zu diesem Artikel


Kindertagesstätte Fümmelse