Wolfenbüttel. Wie lebt eine Bienenkönigin? Warum sind die kleinen Insekten so wichtig für unseren Wald? Und wie schmeckt eigentlich frisch geschleuderter Honig? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen die Kinder der Waldkindergartengruppe „Waldfüchse“ der Stadt Wolfenbüttel im Rahmen ihres aktuellen Projekts „Ökosystem Wald“ nach. Ein besonderes Highlight war dabei der Besuch bei einem lokalen Experten. Darüber berichtet die Stadt Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung.
Im Mittelpunkt des pädagogischen Konzepts der „Waldfüchse“ steht das forschende und entdeckende Lernen. Unter der Leitung von Anastasia Elsner und Viola Stief setzen sich die Kinder intensiv mit ökologischen Zusammenhängen auseinander. Ziel ist es, Neugier, Forscherdrang und ein frühes Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu wecken. Statt abstrakter Erklärungen setzt das Team auf die direkte Begegnung mit Naturphänomenen.
Vom Zufallsfund zum Forschungsprojekt
Der Anstoß für die vertiefte Beschäftigung mit dem Thema Bienen war eine zufällige Entdeckung: Bei einem ihrer regelmäßigen Ausflüge stießen die Kinder im Wald auf mehrere Bienenkästen. Sofort begannen die „Waldfüchse“ zu rätseln: Wem gehören die Kästen? Wie sieht es darin aus? Das Interesse war so groß, dass die pädagogischen Fachkräfte den Kontakt zu Eike Wiegand herstellten. Der Imker betreibt in Wolfenbüttel „Ellies Honigmanufaktur“ und erklärte sich sofort bereit, den Kindern einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen.
Praxisnahes Lernen am Bienenstock
Direkt an den Stöcken im Wald führte Eike Wiegand die Gruppe altersgerecht in die Lebensweise der Bienen ein. Ausgestattet mit Schutzjacken und Sichtschutz konnten die Kinder die Waben aus nächster Nähe betrachten. Dabei lernten sie nicht nur die Entwicklung vom Ei bis zur Biene kennen, sondern erfuhren auch Erstaunliches über die Lebensdauer der Tiere: Während Arbeiterbienen nur wenige Wochen leben, kann eine Königin ein Alter von bis zu fünf Jahren erreichen. Beeindruckt zeigten sich die jungen Forscher auch von der Arbeitsleistung der Insekten – eine einzige Biene produziert täglich etwa sechs Wachsplättchen.
Ein besonderer Moment war das Entdecken der Bienenkönigin, die der Imker vor den Augen der Kinder mit einem grünen Punkt markierte. „So viele Bienen – und noch mehr Bienen!“, staunte ein Kind beim Öffnen des Stocks. Ein anderes bemerkte lachend: „Bienen sind auch Naschkätzchen.“
Pädagogischer Erfolg und freie Plätze
„Es war beeindruckend zu sehen, wie konzentriert und ausdauernd die Kinder bei der Sache waren“, berichten Anastasia Elsner und Viola Stief. Neben fachlichem Wissen vermittelte der Ausflug auch wichtige soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und Achtsamkeit. Zum Abschluss durften alle Kinder den Honig probieren und so das Erlebnis mit allen Sinnen abrunden.
Für Eltern, die ihrem Kind ebenfalls solche besonderen Naturerfahrungen ermöglichen möchten, gibt es gute Nachrichten: Die Waldkindergartengruppe „Waldfüchse“ verfügt derzeit noch über freie Plätze. Interessierte können ihre Kinder über das Internetportal der Stadt Wolfenbüttel anmelden. Weitere Informationen zur Waldkindergartengruppe finden Sie unter wolfenbuettel.de/waldkindergartengruppe.


