Klinikum protestiert gegen neues Krankenhausgesetz


Klinikum beteiligt sich an bundesweiter Protestaktion gegen die neue Krankenhausreform und lässt Ballons mit Protestkarten in den Himmel steigen. Foto: Archiv
Klinikum beteiligt sich an bundesweiter Protestaktion gegen die neue Krankenhausreform und lässt Ballons mit Protestkarten in den Himmel steigen. Foto: Archiv | Foto: Archiv

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Wolfenbüttel. Mitarbeitende des Städtischen Klinikums Wolfenbüttel protestieren am Mittwoch, 23. September, um 12.30 Uhr gegen den Entwurf des Krankenhausstrukturgesetzes. Sie beteiligen sich damit an einem bundesweiten Aktionstag gegen die von der Bundespolitik geplante „Krankenhausreform“ und lassen Protestkarten mit Luftballons in die Luft steigen.

Stellvertretend für alle werden einige von ihnen zwischen 13 und 16 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin an der zentralen Protestaktion teilnehmen, zu der über 10.000 Krankenhausmitarbeiter aus der gesamten Bundesrepublik erwartet werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im städtischen Klinikum werden als Unterstützung um 12:30 Uhr eine „Aktive Mittagspause“ antreten. Unter dem Motto „Wir gehen in die Luft“ werden die Mitarbeitenden dann Luftballons mit Protestkarten in den Himmel steigen lassen, um ein Zeichen gegen die Reform zu setzen und auf deren Unzulänglichkeiten hinzuweisen.

"Reform verschlechtert die Situation"


„Das geplante Gesetz ist keine Reform, es verschlechtert unsere Situation, statt sie zu verbessern“, sagt Ralf Harmel, Pflegedirektor im Städtischen Klinikum: „Das Problem der jährlich steigenden und nicht refinanzierten Kosten wird im vorliegenden Gesetzentwurf nicht berücksichtigt. Der Gesetzgeber zieht im Gegenteil Geld und Personal vom Patientenbett ab, um noch mehr Formulare auszufüllen, statt die Behandlung in den Mittelpunkt zu stellen. Wir erwarten eine faire Bezahlung für gute Arbeit“, betont Axel Burghardt, Geschäftsführer. Auch für die in Niedersachsen bestehende Investitionslücke von 1,5 Milliarden Euro biete das Gesetz aus Sicht der Krankenhäuser keine nachhaltige Lösung: „Die Länder müssen sich ihrer Verantwortung stellen.“ sagt Axel Burghardt.

Hochwertige Versorgung der Bevölkerung soll im Mittelpunkt stehen


Die Krankenhäuser fordern mit ihrem bundesweiten Aktionstag die Politik auf Bundes- und Landesebene eindringlich auf, mit der Reform eine vollständige Finanzierung der Personal- und Sachkosten der Krankenhäuser sowie eine auskömmliche Finanzierung der Investitionen zu schaffen, um so eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bevölkerung mit stationären Krankenhausleistungen sicher zu stellen.