SoVD warnt vor neuer "Sparreform" in der Pflege

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt anlässlich der Einsetzung der neuen Pflegekommission vor weiteren Kürzungsdebatten. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sagte der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe), der Verband bleibe positiv, dass diese Kommission gute Vorschläge für eine Pflegereform erarbeite.

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Konstituierende Sitzung der Pflegestrukturkommission am 27.10.2026
Konstituierende Sitzung der Pflegestrukturkommission am 27.10.2026 | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt anlässlich der Einsetzung der neuen Pflegekommission vor weiteren Kürzungsdebatten.


Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sagte der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe), der Verband bleibe positiv, dass diese Kommission gute Vorschläge für eine Pflegereform erarbeite. Sie sagte zugleich, diese dürfe aber nicht die nächste "reine Sparreform" werden. Entscheidend sei, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen in den Mittelpunkt gestellt würden und sich die Reform an den Bedürfnissen in der häuslichen ebenso wie in der stationären Pflege orientiere, statt lediglich Ausgaben zu reduzieren.

Sie fügte hinzu, dass der "erdrückende Sparzwang" zulasten von Pflegebedürftigen ein Ende haben müsse. "Statt neuer Kürzungsdebatten braucht es eine solidarische und nachhaltige Reform mit einer stärkeren Beteiligung des Bundes an gesamtgesellschaftlichen Aufgaben, einem fairen Finanzausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung sowie einer besseren Unterstützung pflegender Angehöriger." Pflege müsse verlässlich absichern, die Versorgung nachhaltig stärken und dürfe nicht vom Geldbeutel abhängen. Das müsse "die Leitlinie" dieser Kommission sein.