Konzentriert gegen das Schlusslicht: MTV Herzöge empfangen BBC Magdeburg



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Wolfenbüttel. Wenn der Tabellenführer den Tabellenletzten empfängt ist die Favoritenrolle klar verteilt. Doch für die MTV Herzöge Wolfenbüttel geht es gegen die Reserve des BBC Magdeburg (Spielbeginn Sonntag um 16 Uhr Lindenhalle) um mehr als den fünften Sieg im fünften Spiel. Denn nach dem vermeintlichen Selbstläufer und dem in der Folgewoche anstehenden Hauptstadt-Gastspiel gegen die bislang ebenfalls noch sieglose DBV Charlottenburg / TuS Lichterfelde steigt am 9. November das erste Topspiel gegen Lok Bernau.

Bis dahin hat das Team um Spielertrainer Demetrius Ward jedoch noch einige Hausaufgaben zu erledigen. So gilt es, nicht nur mit voller Konzentration die weiße Weste zu wahren, sondern vor allem das zuletzt überzeugende Zusammenspiel weiter auszubauen. Dabei helfen soll endlich auch wieder Niko Skouen. Der norwegische Neuzugang, in allen Vorbereitungsspielen Herzöge-Topscorer, steht erstmals seit seiner beim Saisonauftakt gegen ALBA Berlin erlittenen Knieverletzung wieder im Kader und brennt auf sein Comeback. Weiterhin auf seinen ersten Punktspieleinsatz warten muss dagegen Marcel Schwarz, der nach seiner Knochenabsplitterung am Daumen noch nicht wieder im Training ist.

Noch nicht wirklich in die Saison gefunden hat auch die Zweitvertretung des BBC Magdeburg. Nachdem die unter dem Namen „Otto Baskets Magdeburg“ spielende erste Mannschaft vor der letzten Saison zunächst mittels Wild Card aus der Regionalliga direkt in die ProA auf-, jedoch prompt wieder abstieg und in der aktuellen Saison erst nach Rechtsstreitigkeiten mit der Liga überhaupt in der ProB antreten durfte, wurde der Regionalliga-Reserve entsprechend wenig Aufmerksamkeit zuteil. Die bisherigen Auftritte waren schlichtweg nicht regionalligareif, kein Sieg und mehr als 50 Punkte Differenz im Schnitt sprechen eine klare Sprache, zudem erzielte kein Spieler durchschnittlich zehn oder mehr Punkte.

Dennoch warnt Herzöge-Geschäftsführer Nicolas Grundmann vor Nachlässigkeit: „Natürlich fällt es schwer, bei diesen Vorzeichen die richtige Einstellung zu finden. Aber das darf nicht als Ausrede gelten. Es ist für uns sehr wichtig, dass wir unseren guten Rhythmus beibehalten, deshalb müssen wir einfach Vollgas geben.“